Fischereiverein Nürnberg e.V.

Fische und Hitze: Unsere Jugend trotzt den 38 Grad am Birkensee!

Wie viele von euch am Wochenende schon mitbekommen haben, schlug unsere Vereinsjugend vom 26. bis 27. Juni 2026 ihr Lager am Birkensee in Oberstimm auf. Das Thermometer kletterte auf schweißtreibende 38 °C – doch echtes Anglerblut lässt sich von einer Hitzewelle nicht stoppen!

Während die Sonne brannte, bewiesen unsere Nachwuchsangler vollen Einsatz. Mit dem Wurfrohr und der Spomb wurden die Futterplätze gewohnt zielgenau vorbereitet. Zur Abkühlung zwischendurch ging es für das Team regelmäßig ab ins erfrischende Wasser.

Die ersehnte Abkühlung brachte schließlich die Nacht – und mit ihr bissen auch die Fische:

  • Julian sorgte für den absoluten Krimi des Wochenendes! In sprichwörtlich letzter Sekunde vor dem Schlusspfiff kescherte er einen stattlichen Grasfisch von 74 cm und 4,8 Kilo. Damit sicherte er sich hochverdient den 1. Platz in der Grasfischsektion.
  • Sein Kumpel David zeigte den Räubern, wo es langgeht. Er überlistete den einzigen maßigen Raubfisch des Ausflugs – einen Hecht von 63 cm und knapp 2,2 Kilo. Das bedeutete Platz 1 im Raubfischsektor!
  • Auch die Aale bissen in der Nacht fleißig und ließen unsere Angler nicht im Stich. Insgesamt durfte sich die Jugend über viele kapitale Karpfen und starke Amure freuen.

Ein riesiges Lob geht an die gesamte Truppe

Das Wochenende verlief absolut kameradschaftlich, fair und vorbildlich im Umgang mit der Natur und den Vereinsregeln. So macht Jugendarbeit richtig Spaß!

Ein dickes Petri Heil an alle Fänger und bis zum nächsten Mal am Wasser!

Viele Grüße,
Alex (Jugendsupporter)


Ein starkes Team hält zusammen

Ein echter Teamgeist wächst am besten bei gemeinsamen Erlebnissen. Alle Jahre findet im Juni das Pokalfischen des Gewässerausschuss statt. Eine in unseren Augen wunderschöne Idee. Dieses Event ist die perfekte Chance, um als Gemeinschaft noch enger zusammenzuwachsen

Unser diesjähriger Sieger mit einen wunderschönen Spiegelkarpfen aus der unteren Pegnitz, mit stolzen 72cm ist Andreas Schmude. Mit diesem Prachtburschen hat er sich den Sieg absolut verdient. Wir gratulieren dir von Herzen zum Wanderpokal, lieber Andy!👌👍😊

Zur Stärkung und für einen gemütlichen Ausklang ging es danach noch gemeinsam zum Essen.

Ein großes Dankeschön an Andre Willert für die Organisation und an alle, die dabei waren.

Petri Heil
Markus

Beginn Umbauarbeiten Sulzach – kurzfristiger Arbeitsdienst

Liebe Vereinsmitglieder,

für den Beginn der ersten Baumaßnahmen an unserer Sulzbach brauchen wir dringend eure Mithilfe!

Eine Baufirma wird die Sohlgleite an der Grabmühle (untere Grenze der Sulzach) umbauen, sodass sich auch bei Niedrigwasser der Wasserstand erhöht.

Diese Maßnahme wird initiiert durch das Wasserwirtschaftsamt Ansbach in Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde.

Die UNB fordert jedoch aufgrund der dort angesiedelten und streng geschützten Teichmuschel, dass wir am Freitag, den 03. Juli 26, Beginn 09.00 Uhr, unter Aufsicht des WWA eine Muschelrettungsaktion im Bereich der Arbeiten im Vorfeld durchführen.

Dazu werden 5-6 Mann benötigt, die im Wasser (mit Wathose) den Untergrund nach Teichmuscheln absuchen und diese umsetzen.

Wann: Freitag, 3. Juli
Wo: Sulzbach untere Grenze
Beginn: 9 – ca.13h
Wer: 6 freiwillige
Mitzubringen: Wathosen und Eimer

Bitte unterstützt uns, die erforderliche Muschelrettungsaktion im Vorfeld durchzuführen, damit die Umbaumaßnahmen planmäßig am 06.07. starten können.

Meldet euch dazu unter nachfolgenden Link an:
https://xoyondo.com/su/wufm39jdxj6pzs5

Als Dankeschön für euren kurzfristige Einsatz erlassen wir euch den Arbeitsdienst für 2026 und 2027!

Vielen Dank für euren Unterstützung, zum Naturschutz und für unser Gewässer.

Viele Grüße
Markus

Erfolgreicher Abend am Bindestock: Zweiter Fliegenbindekurs für Erwachsene

Ein voller Erfolg war unser zweiter Fliegenbindekurs für Erwachsene beim Fischereiverein Nürnberg e.V.

Am Ende des Abends ging niemand mit leeren Händen nach Hause. Jeder Teilnehmer konnte stolz drei selbst gebundene Fliegen mit nach Hause nehmen – bereit für den nächsten Einsatz am Gewässer.

Das Feedback war durchweg begeistert. Ein großes Dankeschön an Rafal und Heinrich für ihren tollen Einsatz und an alle Teilnehmer für den gelungenen Abend!

Wir melden uns sobald ein neuer Kurs feststeht.

Bis dahin, viel Petri Heil und Erfolg mit dem erlernten Wissen am Wasser.
Markus

55 Jahre Königsfischen in Ornbau

Liebe Freunde,

es kribbelt wieder in den Fingerspitzen, die Ruten sind bereit und der Termin ist im Kalender dick und rot markiert. Unser diesjähriges Königsfischen steht vor der Tür!

Für viele von uns ist dieser Tag der Höhepunkt des Vereinsjahres. Doch wer denkt, es ginge hier nur um den größten Fang, der irrt. Es geht um so vieles mehr. Um das gemeinsame Fachsimpeln am Ufer, das Lachen im Zelt und natürlich um die besondere Ehre, die schwere Königskette für ein Jahr voller Stolz tragen zu dürfen.

Tradition trifft Idylle
Bereits zum 55. Mal in unserer Vereinsgeschichte kommen wir in der wunderschönen Stadt Ornbau, dem Tor zum Fränkischen Seenland, vom 10.- 12. Juli zusammen. Wie schon im letzten Jahr schlagen wir unser Festzelt direkt am Eckturm der Stadtmauer, in der Rupertsweiler Straße auf. Ein Ort, der Tradition und Gemütlichkeit perfekt verbindet.

Ein Highlight kehrt zurück
Besonders freut es uns, dass das beliebte Wallerhegefischen in diesem Jahr wieder fester Bestandteil unserer Veranstaltung ist. Eine tolle Gelegenheit, gemeinsam einen Beitrag zur Gewässerpflege zu leisten und gleichzeitig die Spannung am Wasser zu erhöhen.

Leidenschaft mit Respekt
Bei allem sportlichen Ehrgeiz sollten wir nie den Kern unserer Leidenschaft vergessen – den Respekt vor der Natur. Angeln bedeutet, eins mit den Elementen zu werden. Unser Königsfischen ist gelebte Traditionspflege. Ein guter Angler zeichnet sich nicht nur durch seinen Fang aus, sondern dadurch, dass er die Natur achtet, jeden Fisch sinnvoll verwertet und sein Wissen gerne an die nächste Generation weitergibt.

Wir freuen uns riesig auf eure Teilnahme, auf tolle Gespräche und ein unvergessliches Wochenende!

Petri Heil
Euer Markus

Die Magie der Wasseroberfläche

Oder, warum Angeln mehr als nur ein Hobby ist.
Stell dir vor, es ist 5:30 Uhr morgens. Ein leichter Nebel liegt noch über dem See, die Welt um dich herum schläft, und das einzige Geräusch ist das leise Plätschern des Wassers gegen das Ufer. Das Beobachten von Vögeln und Insekten, der Geruch von feuchter Erde und Schilf – all das ist Teil eines Tages am Wasser. In diesem Moment zählt weder der Stress im Büro noch die endlose To-Do-Liste im Kopf. Es zählt nur der Moment.

Die ultimative Entschleunigung
In unserer rasanten Welt ist Angeln ein heiliges Ritual der Langsamkeit. Es zwingt uns, geduldig zu sein. Man kann den Fisch nicht herbeisehnen; man muss warten, beobachten und eins werden mit dem Rhythmus der Natur. Diese Form der „erzwungenen“ Ruhe wirkt wie ein Reset-Knopf für die Seele.

Das Spiel mit dem Unbekannten
Jeder Wurf ist ein kleines Abenteuer. Was verbirgt sich unter der spiegelglatten Oberfläche? Ist es ein kapitaler Hecht, eine flinke Forelle oder einfach nur das Spiel der Strömung? Dieser kurze Moment des Nervenkitzels, wenn die Pose plötzlich abtaucht oder die Rutenspitze zuckt, schüttet pures Adrenalin aus.

Wertschätzung für die Umwelt
Angler sind oft die besten Naturschützer. Wer am Wasser sitzt, entwickelt ein feines Gespür für das Ökosystem. Man lernt die Vögel kennen, beobachtet die Libellen und versteht, wie wichtig sauberes Wasser und intakte Lebensräume sind. Es ist eine Rückkehr zu unseren Wurzeln – weg vom Bildschirm, hin zum Ursprung. Manchmal braucht es nicht mehr als den Duft von Waldboden und die Stille abseits der Straßen, um wieder durchzuatmen und der Natur näherzukommen – und vielleicht auch sich selbst ein bisschen.

Angeln bedeutet nicht unbedingt, einen Fisch zu fangen. Es bedeutet, die Zeit zu finden, die man sich sonst nie nimmt. Es ist die Stille, die Kameradschaft unter Gleichgesinnten und das ehrliche Gefühl, nach einem Tag am Wasser müde, aber glücklich nach Hause zu kommen.

Genießt die Zeit am Wasser.

Petri Heil

Markus

Der Wächter am klaren Wasser

Es gibt Momente am Wasser, die sich wie ein Geschenk anfühlen. Heute war so ein Tag: Am Uferrand blitzte es plötzlich metallisch auf, und ich hatte das große Glück, einen Eisvogel aus nächster Nähe bei der Jagd beobachten zu dürfen.

Für Angler ist der Eisvogel ein echter Glücksbringer. Er jagt nur dort, wo das Wasser sauber und klar genug ist, um Beute auf Sicht zu fangen. Wo ein Eisvogel fischt, ist das Ökosystem meist intakt und der Bestand an Kleinfischen (wie Stichlingen, Elritzen oder Moderlieschen) gesund.

Wer diesen kleinen Meister der Lüfte einmal live erlebt hat, vergisst den Anblick nie. Mit seinem schillernden, kobaltblauen Rücken und der leuchtend orangefarbenen Unterseite wirkt er fast wie ein Tropenvogel, der sich in unsere Breiten verirrt hat. Dabei ist er ein waschechter hiesiger Profi – wenn auch ein sehr kleiner: Mit nur etwa 17 Zentimetern Körperlänge ist er trotz seiner Farben im dichten Ufergebüsch perfekt getarnt.

Der perfekte Jäger braucht das perfekte Revier
Der Eisvogel ist wählerisch, was sein Zuhause angeht. Damit er sich wohlfühlt, braucht er zwei Dinge:

Strategische Ansitze:
Über das Wasser ragende Zweige, von denen aus er die Wasseroberfläche scannt.

Steile Uferwände:
In lehmige Abbruchkanten gräbt er seine bis zu einen Meter langen Brutröhren – eine architektonische Meisterleistung.

Präzision im Sturzflug
Seine Jagdmethode ist an Effizienz kaum zu überbieten. Minutenlang verharrt er bewegungslos auf seinem Ansitz, den Blick starr auf kleine Fische wie Stichlinge gerichtet. Dann geht alles blitzschnell, ein gezielter Sturzflug, ein kurzes Eintauchen bis zu 60 Zentimeter tief, und schon taucht er mit zappelnder Beute im dolchartigen Schnabel wieder auf.

So unbesiegbar er als Jäger wirkt, so verletzlich ist seine Art. Die Verbauung von Flüssen und die Verschmutzung der Gewässer nehmen ihm den Lebensraum. Auch harte Winter setzen den Beständen zu, wenn die Jagdreviere zufrieren. Zwar können die Vögel Verluste durch mehrere Bruten im Jahr ausgleichen, doch der Schutz naturnaher Uferstrukturen bleibt überlebenswichtig.

Wir wünschen euch schon jetzt viel Erfolg bei eurem nächsten Ausflug ans Wasser – mit ein wenig Geduld könnt vielleicht auch ihr schon bald den schillernden Meister der Lüfte bei seiner Jagd beobachten.

Petri Heil

Markus

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