Phantom der Gewässer
Er ist einer der begehrtesten Raubfische Europas. Er gehört zur Familie der Barsche. Angler schätzen ihn für seinen harten Biss, seine Kampfkraft und sein hervorragendes Fleisch. Doch der Zander ist auch ein extrem vorsichtiger Jäger. Wer nachts am Wasser steht, die Stille nur durch das leise Klatschen der Wellen unterbrochen, sucht oft nach ihm.
Seine Standplätze
- Tiefe
- Kanten
- Brückenpfeiler
- Steinpackungen
- Versunkenes Holz
Aktivität in der Nacht
Erst wenn die Dämmerung einsetzt, wird der Zander mutig. Er verlässt seine Unterstände und schleicht sich in die flachen Uferbereiche, um Beute zu machen.
Die Biologie des Jägers
Das „Glow-in-the-dark“-Auge
Der Zander ist ein hocheffizienter Augenjäger. Er ist perfekt an das Leben im Trüben angepasst. Seine Netzhaut besitzt eine reflektierende Schicht (Tapetum lucidum), die minimales Restlicht verstärkt. Dadurch sieht er im Dunkeln extrem scharf.
Sein Beuteschema
Kleine, schlanke Fische wie Ukeleis, Plötzen oder Barsche.
Jagdzeit
Bevorzugt in den Dämmerungsstunden und in der Nacht.
Taktik
Er lauert am Grund oder jagt im Trupp bis in die Oberflächenschichten.
Erfolgreiche Fangmethoden
Um einen Zander zu überlisten, braucht es Geduld und die richtige Methode. Zwei Techniken sind dabei besonders erfolgreich:
- Das Spinnfischen mit Gummifisch
Dies ist die populärste Methode. Dabei wird ein Gummifisch über den Gewässergrund geführt.
Die Jig-Methode
Der Köder wird mit zwei, drei schnellen Kurbelumdrehungen vom Grund angehoben und sinkt an gestraffter Schnur wieder ab.
Die Absinkphase
In genau dieser Phase erfolgt fast immer der Biss (der „Zander-Tock“). Das Gefühl, wenn der Zander den Köder nimmt, ist legendär. Dieser kurze, trockene Schlag in der Rute ist der Moment, in dem er für eine Sekunde seine Vorsicht vergisst. Reagiert sofort mit einem kräftigen Anhieb!
Die Köderwahl
Schlanke Gummifische (10 bis 14 cm) in natürlichen Farben bei klarem Wasser oder Schockfarben (wie UV-Grün) bei trübem Wasser.
- Das Ansitzangeln mit Köderfisch
Wer es ruhiger mag, legt einen toten Köderfisch auf den Grund des Gewässers ab.
Die Montage
Einfache Grundblei-Montage oder eine feine Posenmontage wählen.
Der Schnurabzug
Der Zander darf beim Abziehen absolut keinen Widerstand spüren.
Die Rolleneinstellung
Rollenbügel komplett offen lassen oder den Freilauf der Rolle nutzen.
Rückzug
Sobald es zu hell wird, ziehen sie sich sofort in die Tiefe zurück.
Der Zander ist kein Fisch für Ungeduldige. Er verlangt vom Angler absolute Ruhe, Feingefühl und das Verständnis für die biologische Schattenwelt des Gewässers. Genau das macht die Jagd auf das Phantom so besonders.
Petri Heil!
Markus
