Die Magie der Wasseroberfläche

Oder, warum Angeln mehr als nur ein Hobby ist.
Stell dir vor, es ist 5:30 Uhr morgens. Ein leichter Nebel liegt noch über dem See, die Welt um dich herum schläft, und das einzige Geräusch ist das leise Plätschern des Wassers gegen das Ufer. Das Beobachten von Vögeln und Insekten, der Geruch von feuchter Erde und Schilf – all das ist Teil eines Tages am Wasser. In diesem Moment zählt weder der Stress im Büro noch die endlose To-Do-Liste im Kopf. Es zählt nur der Moment.

Die ultimative Entschleunigung
In unserer rasanten Welt ist Angeln ein heiliges Ritual der Langsamkeit. Es zwingt uns, geduldig zu sein. Man kann den Fisch nicht herbeisehnen; man muss warten, beobachten und eins werden mit dem Rhythmus der Natur. Diese Form der „erzwungenen“ Ruhe wirkt wie ein Reset-Knopf für die Seele.

Das Spiel mit dem Unbekannten
Jeder Wurf ist ein kleines Abenteuer. Was verbirgt sich unter der spiegelglatten Oberfläche? Ist es ein kapitaler Hecht, eine flinke Forelle oder einfach nur das Spiel der Strömung? Dieser kurze Moment des Nervenkitzels, wenn die Pose plötzlich abtaucht oder die Rutenspitze zuckt, schüttet pures Adrenalin aus.

Wertschätzung für die Umwelt
Angler sind oft die besten Naturschützer. Wer am Wasser sitzt, entwickelt ein feines Gespür für das Ökosystem. Man lernt die Vögel kennen, beobachtet die Libellen und versteht, wie wichtig sauberes Wasser und intakte Lebensräume sind. Es ist eine Rückkehr zu unseren Wurzeln – weg vom Bildschirm, hin zum Ursprung. Manchmal braucht es nicht mehr als den Duft von Waldboden und die Stille abseits der Straßen, um wieder durchzuatmen und der Natur näherzukommen – und vielleicht auch sich selbst ein bisschen.

Angeln bedeutet nicht unbedingt, einen Fisch zu fangen. Es bedeutet, die Zeit zu finden, die man sich sonst nie nimmt. Es ist die Stille, die Kameradschaft unter Gleichgesinnten und das ehrliche Gefühl, nach einem Tag am Wasser müde, aber glücklich nach Hause zu kommen.

Genießt die Zeit am Wasser.

Petri Heil

Markus

Der Wächter am klaren Wasser

Es gibt Momente am Wasser, die sich wie ein Geschenk anfühlen. Heute war so ein Tag: Am Uferrand blitzte es plötzlich metallisch auf, und ich hatte das große Glück, einen Eisvogel aus nächster Nähe bei der Jagd beobachten zu dürfen.

Für Angler ist der Eisvogel ein echter Glücksbringer. Er jagt nur dort, wo das Wasser sauber und klar genug ist, um Beute auf Sicht zu fangen. Wo ein Eisvogel fischt, ist das Ökosystem meist intakt und der Bestand an Kleinfischen (wie Stichlingen, Elritzen oder Moderlieschen) gesund.

Wer diesen kleinen Meister der Lüfte einmal live erlebt hat, vergisst den Anblick nie. Mit seinem schillernden, kobaltblauen Rücken und der leuchtend orangefarbenen Unterseite wirkt er fast wie ein Tropenvogel, der sich in unsere Breiten verirrt hat. Dabei ist er ein waschechter hiesiger Profi – wenn auch ein sehr kleiner: Mit nur etwa 17 Zentimetern Körperlänge ist er trotz seiner Farben im dichten Ufergebüsch perfekt getarnt.

Der perfekte Jäger braucht das perfekte Revier
Der Eisvogel ist wählerisch, was sein Zuhause angeht. Damit er sich wohlfühlt, braucht er zwei Dinge:

Strategische Ansitze:
Über das Wasser ragende Zweige, von denen aus er die Wasseroberfläche scannt.

Steile Uferwände:
In lehmige Abbruchkanten gräbt er seine bis zu einen Meter langen Brutröhren – eine architektonische Meisterleistung.

Präzision im Sturzflug
Seine Jagdmethode ist an Effizienz kaum zu überbieten. Minutenlang verharrt er bewegungslos auf seinem Ansitz, den Blick starr auf kleine Fische wie Stichlinge gerichtet. Dann geht alles blitzschnell, ein gezielter Sturzflug, ein kurzes Eintauchen bis zu 60 Zentimeter tief, und schon taucht er mit zappelnder Beute im dolchartigen Schnabel wieder auf.

So unbesiegbar er als Jäger wirkt, so verletzlich ist seine Art. Die Verbauung von Flüssen und die Verschmutzung der Gewässer nehmen ihm den Lebensraum. Auch harte Winter setzen den Beständen zu, wenn die Jagdreviere zufrieren. Zwar können die Vögel Verluste durch mehrere Bruten im Jahr ausgleichen, doch der Schutz naturnaher Uferstrukturen bleibt überlebenswichtig.

Wir wünschen euch schon jetzt viel Erfolg bei eurem nächsten Ausflug ans Wasser – mit ein wenig Geduld könnt vielleicht auch ihr schon bald den schillernden Meister der Lüfte bei seiner Jagd beobachten.

Petri Heil

Markus

Das Abenteuer wartet

Auf zum Jugend-Pfingstzeltlager!
Die Packliste liegt bereit, die Vorfreude steigt und der Countdown läuft. Das legendäre Jugend-Pfingstzeltlager an unserer Ruppertweiher-Anlage steht vor der Tür. Es ist wieder Zeit für die beste Auszeit des Jahres. Wir starten am Samstag, den 23. Mai bis Montag.

Raus aus dem Alltag, rein ins Abenteuer
Vergiss den stressigen Alltagstrott und pack deine Sachen. Was du brauchst? Deine Angelsachen, ein wetterfestes Zelt, einen gemütlichen Schlafsack und jede Menge gute Laune. Dieses Pfingsten schreiben wir gemeinsam wieder Geschichte. Wir freuen uns auf Momente, die uns noch jahrelang ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Die Crew ist bereit – und du?
Unsere Crew steht bereits in den Startlöchern und hat alles für euch vorbereitet. Das Gelände am Ruppertweiher wartet nur darauf, von euch zum Leben erweckt zu werden. Es wird Zeit für tolle Fänge, Lagerfeuergeschichten und eine unvergessliche Gemeinschaft.

Bis bald und Petri Heil,
wünscht Euch das gesamte Team

Der Waller – Gigant unserer Gewässer

Der Waller (auch Europäischer Wels) ist einer der beeindruckendsten Süßwasserfische Europas. Sein wissenschaftlicher Name ist Silurus glanis.
Welse gehören zu den Fischen, die zeitlebens wachsen. Wenn man bedenkt, dass sie über 80 Jahre alt werden, kann man sich vorstellen, welch gewaltige Ausmaße sie erreichen können. Kein anderer Süßwasserfisch in Europa lebt so lange und wird so groß wie der Wels.
Mit gut über 2,5 bis knapp 3 Meter länge (Weltrekord 2,92m) und bis zu 160 kg purer Energie ist er ein beeindruckender Räuber in unseren Gewässern, der extreme Anforderungen an Technik, Taktik und Ausdauer stellt.

Welse sind extrem robuste und anpassungsfähige Fische – deshalb kommen sie auch gut in warmen, trüben Gewässern klar. Da der Wels sehr kleine Augen hat, verfügt er als Ausgleich über einen sehr guten Geruchs-, Tast- und GeschmacksSinn. Sein Maul ist mit unzähligen Rezeptoren ausgestattet, die sich z.B. an den Lippen, auf den Barteln, an den Flossen und im Maul befinden. Dank diesen kann der Wels den Unterschied zwischen sauer und süß, sowie bitter und salzig unterscheiden.

Die markanten Barteln des Welses sind zugleich ein Tastorgan, mit dessen Hilfe sich der Wels auch in völliger Dunkelheit orientieren kann. Nicht zufällig ist der Wels ein vorwiegend nachtaktives Tier, der direkte Sonnenstrahlung meidet. Darüber hinaus ist auch das Gehör des Welses sehr gut ausgebildet, sodass er sogar Geräusche über der Wasseroberfläche wahrnehmen kann.

Waller sind stark – deine Ausrüstung muss das aushalten.
Sehr stabile Welsrute mit 200–400 g Wurfgewicht. Große, robuste Stationär- oder Multirolle mit mind. 0,40 mm geflochtener Schnurr. Am großen Einzelhaken hat sich klassisch ein Tauwurm-Bündel gut bewährt. Aber auch Köderfisch oder Fischfetzen sind bevorzugte Köder.

Waller orientieren sich stark über Geruch und Geräusche im Wasser. Kunstköder mit Vibration oder viel Aktion funktionieren daher gut und locken die neugierigen Riesen aus der Tiefe.

In unseren Gewässern besteht eine Entnahmepflicht für diese dämmerungsaktiven Bodenbewohner!

Die Entnahmepflicht für Waller gibt es inzwischen in vielen Gewässern aus fischereibiologischen und ökologischen Gründen.

Der Waller ist ein Spitzenprädator.
Oft werden Welse als furchteinflößende Raubfische dargestellt, die alles verschlingen.
Die Nahrung des Welses ist sehr abwechslungsreich. Der Koloss frisst eigentlich fast alles, was in seine Mundhöhle passt.
Tatsächlich sind sie opportunistische Jäger, sie fressen primär Fische, aber auch Krebse, Frösche und gelegentlich kleine Säugetiere und sogar Wasservögel wie Enten, die sie wie ein „Staubsauger“ einsaugen.

In Gewässern mit vielen Wallern kann das Fischgleichgewicht kippen, weil sie Bestände stark dezimieren.
Er hat kaum natürliche Feinde.
Ohne Regulierung vermehren sie sich stark und werden immer größer und somit zu einer zunehmenden Gefahr für unsere heimischen Fischarten. Durch die Entnahme soll die Artenvielfalt in unseren Gewässern erhalten bleiben.

Waller wurden teilweise künstlich eingesetzt. Wärmere Gewässer (Klimawandel) begünstigen ihre Vermehrung. Bedingt dadurch entstehen teils unnatürlich hohe Bestände.

Die Entnahmepflicht ist eine bewusste Maßnahme der Fischereibehörden und Vereine, um
Bestände zu regulieren und
ein stabiles Ökosystem zu erhalten.

Schickt uns gerne Bilder von euren Fängen.

Petri Heil
Markus

Beginn der Raubfischsaison

Liebe Freunde,

Endlich! Jetzt geht’s wieder los – die Hecht & Zander Saison beginnt!

Der Start der Raubfischsaison ab 1. Mai ist für viele Angler fast ein kleines Highlight und viele Fiebern der Zeit regelrecht entgegen. Gerade nach den oft langen Wintermonaten steigt die Vorfreude enorm.
Nach dem Laichgeschäft haben die Fische viel Energie verloren und müssen ihre Reserven schnell wieder auffüllen – deshalb sind sie jetzt besonders hungrig und aggressiv. Perfekte Bedingungen also.

Mit steigenden Wassertemperaturen kommt der Stoffwechsel der Räuber so richtig in Schwung. Flach laufende Wobbler, Spinner oder Gummifische mit leichten Köpfen gelten jetzt als TOP-Köder im Flachwasser. Diese Bereiche erwärmen sich am schnellsten und an den ersten Krautkanten knallt es jetzt so richtig, nachdem dort die Brutfische stehen.

Für viele ist es nicht nur das Angeln selbst, sondern das gesamte Erlebnis: früh morgens am Wasser stehen, Nebel über dem See, der erste Biss – diese Magie des Wartens und Verbundenheit mit der Natur bleibt einfach hängen.

Wir wünschen euch für die beginnende Raubfischsaison ein
dickes Petri Heil.

Achtet bitte darauf, an den Verbandsgewässern ist der Raubfisch noch bis 31. Mai gesperrt!

Lasst uns gerne eure Fangbilder unter info@fvn-online.de zukommen.

Genießt die Zeit am Wasser
Markus

Fliegenbindekurs

Liebe Freunde,

mit der Jugendgruppe haben wir den Anfang gemacht. Am 19.Februar fand der erste Fliegenbindekurs mit Rafi (Rafal) in der Geschäftsstelle statt und war ein riesen Erfolg.

Nun dürfen unsere erwachsenen Mitglieder ran. Ein Fliegenbindekurs für Erwachsene ist der ideale Einstieg, um die handwerkliche Seite des Fliegenfischens kennenzulernen und eigene, fängige handgefertigte Köder wie Nymphen, Trockenfliegen oder Streamer selbst herzustellen.

In diesen Kurs lernst du von Rafi Schritt für Schritt den Umgang mit dem Bindestock, sowie den verschiedenen Materialien wie Federn, Dubbing, Garn und Haken.

Es stehen 6 Bindestöcke für max 6 Teilnehmer inkl. allen notwendigen Materialien für Euch bereit. Unkostenbeitrag 20 Euro.

Leider ist der erste Kurs zum Fliegenbindekurs am 06. Mai schon voll – unglaublich, mit so viel Interesse haben wir nicht gerechnet, vielen Dank dafür, ihr seid der Wahnsinn 😊.

Damit wir einen Überblick bekommen, wer noch alles Interesse hätte, bitten wir nachfolgend um eine Voranmeldung. Wir bemühen uns für euch, baldmöglichst noch weitere Kurstermine anbieten zu können.

Bitte meldet euch über nachfolgenden Link an:
https://xoyondo.com/su/4p4qv0xwup94de4

Wir informieren euch zeitnah über weitere Kurstermine.

Vielen Dank und bis bald
Rafi & Markus

Einladung zur Frauengruppe des Fischereiverein Nürnberg e.V.

Liebe Fischerinnen 💜
ich lade euch herzlich ein, Teil unserer WhatsApp-Frauengruppe zu werden!

Hier könnt ihr euch austauschen, vernetzen, gemeinsame Aktionen planen und alles rund ums Angeln miteinander teilen 🎣✨

👉 Beitritt über nachfolgenden Link:
https://chat.whatsapp.com/DyvI6F0RN9hBaNjKEyghYz?mode=gi_t⁠

Ich freue mich auf euch und eine starke Gemeinschaft!


Petri Heil 🐟
Eure Michaela

IdeenBox – gestalte unseren Verein aktiv mit

Liebe Mitglieder,

wir möchten euch aktiv in die Weiterentwicklung unseres Vereins mit einbinden. Deshalb haben wir ab sofort eine Ideenbox für euch bereitgestellt.

Habt ihr Vorschläge, Wünsche oder Anregungen – ganz gleich ob zu Veranstaltungen, unseren Gewässern, Organisation oder dem Miteinander im Verein – dann teilt sie gerne mit uns! Jede Idee ist willkommen und hilft uns, unseren Verein gemeinsam noch attraktiver zu gestalten.

Die Ideen könnt ihr einfach schriftlich in die Ideenbox einwerfen. Diese hängt in der Geschäftsstelle und wird regelmäßig geleert. Eure Beiträge werden in der nächsten Verwaltungssitzung besprochen.

Selbstverständlich könnt ihr eure Vorschläge dort auch anonym einwerfen.

Wir freuen uns auf eure kreativen Impulse und danken euch schon jetzt für eure Unterstützung!

Im Frühling kehrt das Leben in unsere Gewässer zurück

Es gibt kaum etwas Entspannenderes, als am Ufer zu sitzen und dem Treiben zuzusehen. Wenn die Sonne das Wasser glitzern lässt und man das erste Mal wieder ohne dicke Jacke draußen sitzen kann.

Besonders faszinierend ist, wie schnell sich alles wandelt. Gestern war noch alles grau, und heute sieht man überall das Frühlingserwachen. Dieser Umschwung ist fast magisch.

Besonders am Wasser wirkt alles wie ein Zeitraffer. Morgens liegt noch Nebel über dem Schilf, und mittags tanzen schon die ersten Zitronenfalter oder Libellen in der Sonne.

Sobald die Wassertemperaturen steigen und die Tage länger werden beginnt der jährige Zyklus des Lebens, sowohl auf der Oberfläche als auch unter Wasser.

Mit der Erwärmung des Wassers beschleunigt sich der Stoffwechsel der Fische, was sie deutlich aktiver macht. Karpfen verlassen ihre Winterruhe in den tiefen Schichten und beginnen, in flachere, wärmere Bereiche zu ziehen, um Nahrung zu suchen. Bei den Forellen beginnt eine intensive Jagdzeit, da die Fische nach der Winterpause viel an Energie benötigen.

Insekten und Kleinstlebewesen, das Fundament des Lebens am Wasser erwacht oft unbemerkt, aber massenhaft.

Pflanzen wie das Scharbockskraut bildet gelbe Teppiche in feuchten Waldgebieten nahe der Gewässer.
Sumpfdotterblumen leuchten auf weite Entfernung und man hört das laute Quaken der Frösche. Das alte Schilf weicht grünen Trieben, die wichtige Deckung für brütende Wasservögel bieten. Es ist, als würde jemand einen Schalter umlegen und die Welt wieder auf „bunt“ stellen.

Genießt die Veränderungen mit allen Sinnen, spürt die Energie der warmen Sonnenstrahlen und lasst Euch selbst anstecken wieder aktiv zu werden.

Wir wünschen euch viele spannende Momente an unseren Gewässern.

Petri Heil für die neue Saison.
Markus

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