Fischereiverein Nürnberg e.V.

Was uns Libellen über den Angelplatz verraten

Wer kennt es nicht? Du sitzt entspannt am Wasser, die Rute liegt auf dem Pod und plötzlich landet eine schillernde Libelle direkt auf deiner Rutenspitze. Ein magischer Moment – und gleichzeitig das beste Live-Signal für deinen Fangerfolg!

Warum Libellen deine besten Freunde am Wasser sind?

Lebende Barometer

Libellen jagen nur bei gutem, stabilem Wetter. Siehst du viele von ihnen fliegen, stehen die Chancen auf einen erfolgreichen Angeltag extrem gut.

Mücken-Staubsauger

Libellen sind die effektivsten Kampfflieger am Gewässer. Sie fangen hunderte Stechmücken und Bremsen pro Tag – direkt im Flug. Besonders in der fängigen Abenddämmerung hält dir die Libelle den Rücken von den nervigen Plagegeistern frei.

Der Luftdruck-Indikator

Fische reagieren extrem sensibel auf Luftdruckwechsel. Libellen tun das auch. Fliegen sie tief über die Wasseroberfläche, passt der Luftdruck. Das bedeutet, die Fische stehen im Flachwasser und sind aktiv auf Nahrungssuche.

Wenn die Libellen aktiv sind, ist die perfekte Zeit für Oberflächenköder (Topwater-Baits) oder die Fliegenrute. Konzentriere dich auf die Krautkanten, hier lauern die Räuber auf herabfallende Insekten.

Die Libelle ist nicht nur schön anzusehen, sondern der beste Beweis für ein intaktes Gewässer.

Petri Heil 

Markus

Phantom der Gewässer

Er ist einer der begehrtesten Raubfische Europas. Er gehört zur Familie der Barsche. Angler schätzen ihn für seinen harten Biss, seine Kampfkraft und sein hervorragendes Fleisch. Doch der Zander ist auch ein extrem vorsichtiger Jäger. Wer nachts am Wasser steht, die Stille nur durch das leise Klatschen der Wellen unterbrochen, sucht oft nach ihm.

Seine Standplätze

  • Tiefe
  • Kanten
  • Brückenpfeiler
  • Steinpackungen
  • Versunkenes Holz

Aktivität in der Nacht
Erst wenn die Dämmerung einsetzt, wird der Zander mutig. Er verlässt seine Unterstände und schleicht sich in die flachen Uferbereiche, um Beute zu machen.

Die Biologie des Jägers
Das „Glow-in-the-dark“-Auge
Der Zander ist ein hocheffizienter Augenjäger. Er ist perfekt an das Leben im Trüben angepasst. Seine Netzhaut besitzt eine reflektierende Schicht (Tapetum lucidum), die minimales Restlicht verstärkt. Dadurch sieht er im Dunkeln extrem scharf.

Sein Beuteschema
Kleine, schlanke Fische wie Ukeleis, Plötzen oder Barsche.

Jagdzeit
Bevorzugt in den Dämmerungsstunden und in der Nacht.

Taktik
Er lauert am Grund oder jagt im Trupp bis in die Oberflächenschichten.

Erfolgreiche Fangmethoden
Um einen Zander zu überlisten, braucht es Geduld und die richtige Methode. Zwei Techniken sind dabei besonders erfolgreich:

  1. Das Spinnfischen mit Gummifisch
    Dies ist die populärste Methode. Dabei wird ein Gummifisch über den Gewässergrund geführt.

Die Jig-Methode
Der Köder wird mit zwei, drei schnellen Kurbelumdrehungen vom Grund angehoben und sinkt an gestraffter Schnur wieder ab.

Die Absinkphase
In genau dieser Phase erfolgt fast immer der Biss (der „Zander-Tock“). Das Gefühl, wenn der Zander den Köder nimmt, ist legendär. Dieser kurze, trockene Schlag in der Rute ist der Moment, in dem er für eine Sekunde seine Vorsicht vergisst. Reagiert sofort mit einem kräftigen Anhieb!

Die Köderwahl
Schlanke Gummifische (10 bis 14 cm) in natürlichen Farben bei klarem Wasser oder Schockfarben (wie UV-Grün) bei trübem Wasser.

  1. Das Ansitzangeln mit Köderfisch
    Wer es ruhiger mag, legt einen toten Köderfisch auf den Grund des Gewässers ab.

Die Montage
Einfache Grundblei-Montage oder eine feine Posenmontage wählen.

Der Schnurabzug
Der Zander darf beim Abziehen absolut keinen Widerstand spüren.

Die Rolleneinstellung
Rollenbügel komplett offen lassen oder den Freilauf der Rolle nutzen.

Rückzug
Sobald es zu hell wird, ziehen sie sich sofort in die Tiefe zurück.

Der Zander ist kein Fisch für Ungeduldige. Er verlangt vom Angler absolute Ruhe, Feingefühl und das Verständnis für die biologische Schattenwelt des Gewässers. Genau das macht die Jagd auf das Phantom so besonders.

Petri Heil!
Markus

Umfrageergebnis: Königsfischen 2026

Bild Umfrage Königsfischen

An der Umfrage beteiligten sich 235 Mitglieder und gaben der Vereinsführung damit breiten Rückenwind, da 84,5 % solche Befragungen auch in Zukunft häufiger ausdrücklich begrüßen. Da das Miteinander im Vordergrund steht und die Anfahrt nach Ornbau oft als Hürde gilt, soll das bisherige Format entzerrt werden. Künftig möchten wir Nürnberg und Ornbau als Veranstaltungsorte nutzen – beide Events werden unterschiedlich ausgerichtet, organisatorisch schlanker aufgestellt und machen richtig Lust aufs Vereinsleben; es lohnt sich also, den ganzen Artikel zu lesen, um die Hintergründe zu kennen!

Liebe Vereinsmitglieder,

zunächst möchten wir uns herzlich bei allen bedanken, die sich an unserer Umfrage zum Königsfischen beteiligt haben. Mit 235 Rückmeldungen war die Beteiligung erfreulich hoch. Damit hat sich rund ein Viertel unserer Mitglieder – über alle Mitgliedsgruppen hinweg (Aktive, Passive und Jugend) – an der Umfrage beteiligt. Die zahlreichen sachlichen Kommentare und Anregungen zeigen, wie wichtig unseren Mitgliedern das Königsfischen und das Vereinsleben insgesamt sind.

In der Einleitung zur Umfrage hatten wir geschrieben, dass das Königsfischen in Ornbau seit über 55 Jahren fest zu unserem Vereinsleben gehört und Traditionen für unseren Verein einen hohen Stellenwert haben. Gleichzeitig verändern sich Menschen, Rahmenbedingungen und auch Vereine. Deshalb ist es wichtig, Bewährtes von Zeit zu Zeit zu hinterfragen und gemeinsam zu überlegen, wie sich Traditionen sinnvoll weiterentwickeln lassen.

Genau dieses ehrliche Stimmungsbild wollten wir mit der Umfrage einholen. Die Ergebnisse sollen dem Vorstand als Grundlage für die weitere Diskussion dienen. Es handelte sich dabei bewusst nicht um eine Abstimmung, sondern um eine Möglichkeit, Meinungen, Wünsche und Anregungen aus der Mitgliedschaft zu sammeln.

Im Folgenden möchten wir euch die wichtigsten Ergebnisse vorstellen, häufig genannte Anregungen aus den Freitextantworten zusammenfassen und einen ersten Ausblick geben, welche Überlegungen sich daraus für die zukünftige Ausrichtung unserer Vereinsveranstaltungen ergeben könnten.

Warum wir uns mit dem Königsfischen beschäftigen

Das Königsfischen ist seit über 55 Jahren fester Bestandteil unseres Vereinslebens. Es steht für Gemeinschaft, Tradition und das Miteinander im Verein – Werte, die auch in unserer Satzung fest verankert sind.

Gleichzeitig haben sich die rechtlichen Rahmenbedingungen in den vergangenen Jahren weiterentwickelt. Nach den aktuellen Empfehlungen des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sowie des Landesfischereiverbands Bayern dürfen Gemeinschaftsfischen nicht den Charakter eines reinen Angelwettbewerbs haben. Im Mittelpunkt müssen vielmehr die Gemeinschaft, die waidgerechte Ausübung der Fischerei und die Hege unserer Gewässer stehen.

Vor diesem Hintergrund möchten wir unsere Vereinsveranstaltungen frühzeitig an den aktuellen rechtlichen Rahmen anpassen und gleichzeitig den Charakter und die Tradition des Königsfischens bewahren. Die Umfrage sollte uns dabei helfen zu verstehen, welche Aspekte unseren Mitgliedern besonders wichtig sind und welche Ideen sie für die zukünftige Ausgestaltung unserer Vereinsveranstaltungen haben.

Wer sich näher mit den rechtlichen Hintergründen beschäftigen möchte, findet weitere Informationen im Merkblatt des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) https://www.lgl.bayern.de/downloads/tiergesundheit/doc/merkblatt_koenigsfischen.pdf.

Umfrageergebnisse

Ich nehme regelmäßig am Königsfischen teil (Einzelantwort, 235 Antworten)

Ich nehme regelmäßig am Königsfischen teil

Erkenntnis: Etwa die Hälfte der Befragten nimmt derzeit nicht am Königsfischen teil. Der Kern regelmäßiger Teilnehmender liegt bei ca. 30,7 % („fast jedes Jahr“ bis „häufig“).

Bewertung: Obwohl das Königsfischen unser traditionsreichstes Fest ist, sprechen die Zahlen eine klare Sprache: Bei rund 85 Teilnehmenden (Vor-Ort Zählung) und grob 800 aktiven Mitgliedern erreichen wir quasi 90 % des Vereins nicht. Der Aufwand hinter der Organisation steht damit in einem spürbaren Missverhältnis zur tatsächlichen Beteiligung. Unser Ziel muss es sein, Formate zu schaffen, die wieder die breite Masse unserer Angelfreunde ansprechen.

Ich nehme teil wegen (Mehrfachantwort)

Erkenntnis: Die Auswertung zeigt, dass für 78,0 % der Teilnehmenden das Miteinander und das Gemeinschaftserlebnis im Verein der zentrale Grund für die Teilnahme ist, während der sportliche Aspekt (47,7 %) erst an zweiter Stelle folgt. Materielle Anreize wie Preise (28,8 %) oder ein Pflichtgefühl gegenüber dem Verein (6,1 %) spielen hingegen weniger eine Rolle. Das Königsfischen wird von den Mitgliedern somit primär als geselliges Vereinsevent und nicht als preisgetriebene Wettkampfveranstaltung wahrgenommen.

Bewertung: Die Mitglieder sehen das Königsfischen vorrangig als soziales Event und entsprechen damit exakt dem Zielbild einer modernen Vereinsveranstaltung. Dies deckt sich auch vollständig mit den aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen und Vorgaben (u. a. den LGL-Hinweisen zum Königs- und Pokalfischen in Bayern), die den Fokus klar auf die Pflege der Gemeinschaft sowie die Hege legen und reine Wettbewerbs- oder Trophäenveranstaltungen ablehnen.

Mir ist Ornbau als fester Austragungsort wichtig (Einzelantwort)

Erkenntnis: Die Auswertung zur Frage nach der Bedeutung von Ornbau als festen Austragungsort zeigt eine klare Ablehnung einer dauerhaften Festlegung: Mit 47,4 % lehnt knapp die Hälfte der Befragten Ornbau als festen Standort ab (Mittelwert 2,65 von 5,0), wobei die Kategorie „Stimme gar nicht zu“ mit 37,6 % die mit Abstand größte Einzelgruppe bildet. Demgegenüber befürworten lediglich 28,6 % der Mitglieder den Standort Ornbau als feste Größe, während 23,9 % eine neutrale Haltung einnehmen. Das Ergebnis belegt eindeutig, dass Ornbau in der breiten Mitgliedschaft nicht mehr als unverzichtbarer oder alternativloser Veranstaltungsort wahrgenommen wird.

Bewertung: Das Signal der Mitgliedschaft ist klar: Eine starre Fixierung auf Ornbau wird abgelehnt. Dennoch zeigt die Zustimmung von knapp 29 %, dass es weiterhin eine solide Basis für den Standort gibt – Ornbau sollte daher nicht gestrichen, sondern künftig flexibel als eine von mehreren Optionen im Veranstaltungskalender genutzt werden.

Ich würde mich freuen, wenn zukünftig mehr Gewässer zum Fischen freigegeben werden

Erkenntnis: Eine relative Mehrheit spricht sich klar für die Freigabe weiterer Gewässer aus, allerdings sind die Rückmeldungen innerhalb der Mitgliedschaft sehr breit gefächert. 

Bewertung: Anstatt einer starren Ja/Nein-Entscheidung empfiehlt es sich daher, künftig flexibel vorzugehen und verschiedene Ansätze schrittweise auszuprobieren.

Ich finde, ein Nürnberger Verein sollte seine Feste auch in Nürnberg feiern

Erkenntnis: Dieses Ergebnis fügt sich nahtlos an die Auswertung zur Ornbau-Frage an: Während dort eine starre Festlegung auf Ornbau abgelehnt wurde, unterstreicht die Mehrheit von über 50 % hier den Wunsch nach Heimatnähe. Das Signal der Mitgliedschaft lautet ganz klar „Sowohl-als-auch“ statt „Entweder-oder“: Die Mitglieder möchten den Standort Ornbau keineswegs komplett aufgeben, wünschen sich aber ergänzend oder abwechselnd echte Vereinsfeste im Nürnberger Raum, um die Bindung vor Ort zu stärken und die Anreisedistanzen zu reduzieren.

Bewertung: Aus den Umfrageergebnissen – insbesondere im Zusammenspiel mit der Ablehnung einer starren Fixierung auf Ornbau – ergibt sich ein klarer Auftrag an die Verwaltung, ein neues Veranstaltungskonzept zu entwickeln. 

Rückblick & Zufriedenheit: Organisation, Verpflegung und Preise

Königsfischen 2026: Die Organisation dieses Jahr hat gut geklappt

Königsfischen 2026: Die Auswahl und der Preis des Essens war angemessen

Königsfischen 2026: Die Menge und der Wert der ausgegebenen Preise waren angemessen

Erkenntnis: Die Teilnehmer bewerten das Königsfischen 2026 durchweg positiv und stellen der Ausrichtung ein sehr gutes Zeugnis aus: Die Organisation stieß auf hohe Anerkennung, ebenso zeigten sich die Mitglieder mit der Auswahl und den Preisen beim Essen sowie mit Menge und Wert der ausgegebenen Sachpreise größtenteils sehr zufrieden.

Bewertung: Die Ergebnisse zeigen klar, dass die Verwaltung in den Kernbereichen Organisation, Verpflegung und Preisgestaltung solide und verlässlich arbeitet. Es besteht an diesen Punkten kein grundlegender Reformbedarf, sondern lediglich Potenzial für Optimierungen und Feinjustierungen im Kleinen. Die großen Hebel zur Steigerung der Teilnehmerzahlen liegen somit nicht im operativen Ablauf vor Ort, sondern an anderer Stelle (insbesondere bei der Termin- und Ortswahl).

Königsfischen 2026: Ich war nicht dabei (Mehrfachnennung)

Bewertung: Die beiden Hauptgründe für das Fernbleiben – Terminprobleme und die Anfahrtsdistanz – lassen sich durch ein einziges strategisches Konzept gleichzeitig abfedern: Die Entzerrung in zwei oder mehrere unterschiedlichen Veranstaltungen an unterschiedlichen Orten über das Jahr verteilt.

Dass knapp ein Viertel der Befragten grundsätzlich kein Interesse an solchen Veranstaltungen hat, sollte nicht als Verlust, sondern als Motivation für einen gezielten Dialog über deren Wünsche verstanden werden. Durch vielfältige und differenzierte Veranstaltungskonzepte bietet sich dem Verein die große Chance, auch diese Mitglieder wieder aktiv in das Vereinsleben einzubinden.

Ich wünsche mir zukünftig mehr solcher Umfragen zu wichtigen Vereinsthemen

Bewertung: Dieses Votum ist ein überwältigender Vertrauensbeweis und ein klares Mandat für die Führung des Vereins. Mit einem Spitzenwert von 84,5 % Zustimmung bestätigen die Mitglieder den gewählten Kurs, wichtige Entscheidungen nicht mehr nur hinter verschlossenen Türen zu treffen, sondern die Basis aktiv einzubinden.

Die enorm hohe Beteiligung und das klare Feedback zeigen, dass in der Mitgliedschaft der Wunsch nach Transparenz, Mitsprache und moderner Vereinskultur tief verankert ist. Für die Verwaltung ist dieses Ergebnis die beste Bestätigung, dieses Instrument der digitalen Mitgliederbefragung beizubehalten und künftig als festen Standard bei strategischen Zukunftsfragen zu etablieren.

Was liegt dir noch auf dem Herzen? (Freitextantwort)

Lob, Dank & Rückenwind für die Vereinsführung

In den offenen Rückmeldungen äußert sich ein bedeutender Teil der Befragten sehr wertschätzend über den aktuellen Kurs der Vereinsführung. Besonders hervorgehoben werden die spürbare Transparenz, der neue Schwung in der Vereinsarbeit sowie die direkte und regelmäßige Kommunikation über digitale Kanäle wie WhatsApp. Die Mitglieder begrüßen die behutsame Modernisierung ausdrücklich und sprechen dem Vorstand mit zahlreichen Bekräftigungen wie „Weiter so!“ einen starken Rückenwind für die künftige Arbeit aus.

Fairness & Modus beim Königsfischen

Ein zentrales Anliegen vieler Freitext-Antworten betrifft die Chancengleichheit beim Königsfischen. Kritisch angemerkt wird vor allem ein wahrgenommener Heimvorteil in Ornbau, wo Angelplätze teils schon Tage vor der Veranstaltung freigeschnitten, besetzt oder intensiv angefüttert werden. Um den Event für alle Befragten fairer und attraktiver zu gestalten, regen die Mitglieder an, das Abwiegen durch eine gewichtsunabhängige Bepunktung verschiedener Fischarten aufzuwerten und bei Veranstaltungen an externen Standorten die heimischen Nürnberger Gewässer nicht zeitgleich komplett zu sperren.

Preisgestaltung: Weniger ist mehr

Bei den Rückmeldungen zur Preisvergabe zeichnet sich ein klarer Wunsch nach Qualität statt Quantität ab. Die Befragten schlagen vor, den Kreis der Prämierten auf die Plätze 1 bis 25 zu beschränken und das Budget lieber in gezieltes, hochwertiges Angelgerät wie Ruten und Rollen zu investieren. Auf kleinteiliges Zubehör, Taschen oder Futtermittel kann im Sinne einer schlankeren und wertigeren Siegerehrung hingegen weitgehend verzichtet werden.

Die übrigen Rückmeldungen beziehen sich auf ein breites Spektrum verschiedener weiterer Fachthemen rund um Gewässerpflege, Fischbestände und organisatorische Einzelideen. Im Anhang finden sich alle anonymisierten Originaldaten der Befragung (mit entfernten Namen, da diese vereinzelt im Freitext angegeben waren) zum Nachlesen aller Antworten.

Wie geht es weiter?

Wichtiger Hinweis vorab: Die folgenden Punkte beschreiben den aktuellen Stand der vereinsinternen Überlegungen. Es handelt sich hierbei um erste Konzepte und Ideen – es ist noch nichts abschließend festgelegt. 

Aus den Ergebnissen der Umfrage leitet sich ein klarer Auftrag ab: Der Verein möchte neue Wege erproben, um die Teilnahme wieder attraktiver zu machen, Anfahrtswege zu verkürzen und die Organisation spürbar zu entlasten. Der Grundgedanke besteht darin, das bisherige Format in zwei eigenständige, örtlich und zeitlich getrennte Veranstaltungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten aufzuteilen.

Konzept 1: Königsfischen als Gemeinschaftsevent

Für das kommende Jahr ist geplant, das Königsfischen testweise im Nürnberger Raum auszurichten. Ziel ist ein modernes, geselliges Vereinsfest mit niedrigschwelliger Teilnahme.

  • Ablauf & Zeitrahmen: Gemeinschaftsfischen am Sonntag von 06:00 bis 14:00 Uhr. Anschließend Abwiegen und gemeinsames Beisammensein in gemütlicher Runde bis ca. 20:00 Uhr.
  • Faire Chancen durch Tombola: Um den Gemeinschafts- und Feiercharakter klar vor den reinen Wettbewerb zu stellen, sollen die Preise über eine Tombola unter allen Teilnehmenden vergeben werden. So hat jedes Mitglied – unabhängig vom Fangerfolg – die gleiche Chance auf einen Gewinn.
  • Attraktives Rahmenprogramm: Zusätzliche Angebote sollen das Event aufwerten – erste Ideen reichen von einem Schnurspulservice vor Ort bis hin zu Vorführungen rund um das Thema 3D-Druck im Angelsport.
  • Organisatorische Entlastung: Als Veranstaltungsort wird eine bestehende Gastronomie, ein Biergarten oder ein Sportheim angestrebt. Das erspart den aufwendigen Auf- und Abbau von Festzelten und erweitert gleichzeitig das Verpflegungsangebot für die Mitglieder.

Konzept 2: Waller- & Arten-Hegefischen in Ornbau

Der Standort Ornbau bleibt ein fester und geschätzter Bestandteil unseres Vereinslebens, erhält jedoch ein maßgeschneidertes, fachlich ausgerichtetes Format.

  • Schwerpunkt & Nutzen: Kombination aus Wallerhegefischen und einem Hegefischen nach möglichst vielen Fischarten. Dies liefert der Gewässerbewirtschaftung wertvolle Daten, um das Vorkommen verschiedener (auch seltener) Arten exakt zu erfassen und künftige Besatzmaßnahmen gezielt zu planen.
  • Ablauf & Zeitrahmen: Fischen über Nacht von 18:00 Uhr abends bis 08:00 Uhr morgens. Im Anschluss gemeinsames Frühstück bzw. Frühschoppen in Ornbau mit entspanntem Ausklang bis Mittags.
  • Teilnahme & Rahmen: Statt eines großen Preistischs erhält jeder Teilnehmende ein Dankeschön-Geschenk. Für das Arten-Hegefischen ist das Bilden von 2er-Teams denkbar sowie eine optionale Öffnung für Gastangler.

Durch die zeitliche und räumliche Entzerrung schlägt der Verein mehrere Fliegen mit einer Klappe:

  • Höhere Beteiligung: Sowohl heimatnahe Angler im Nürnberger Raum als auch Fans des Standorts Ornbau erhalten ein maßgeschneidertes Angebot.
  • Flexible Termine: Zwei unterschiedliche Termine federn Kalenderkonflikte ab und ermöglichen mehr Mitgliedern die Teilnahme.
  • Schlanke Organisation: Kein Auf- und Abbau von Festzelten. Das Einbinden lokaler Geschäfte in Ornbau zur Verpflegung schont die Kräfte der Organisation und stärkt gleichzeitig die Bindung zum Ort.

Abschließender Dank des Vorstands

Der Vorstand bedankt sich ganz herzlich bei allen Mitgliedern für die rege Teilnahme und das wertvolle, konstruktive Feedback zu dieser Umfrage.

Das überwältigende Votum bestärkt uns ausdrücklich darin, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen und dem Wunsch der Mitgliedschaft nachzukommen, euch auch bei künftigen wichtigen Weichenstellungen eng, transparent und aktiv einzubinden.

Feedback gerne an: feedback@fvn-online.de

Umfrageergbnisse als Rohform: Umfrage-Königsfischen2026-anonym

Ein dickes Petri
Felix Tensing, 2ter Vorstand

Der Fischotter – Ein Rückkehrer mit Konfliktpotenzial

Der Eurasische Fischotter (Lutra lutra) war in weiten Teilen Deutschlands fast ausgerottet, breitet sich aber seit einigen Jahrzehnten dank strenger Schutzmaßnahmen wieder aus. Als Spitzenprädator spielt er eine wichtige Rolle im Ökosystem, da er Fischbestände durch das Erbeuten schwacher Tiere gesund hält. 

Für Angler und besonders für Teichwirte stellt seine Rückkehr jedoch eine erhebliche Herausforderung dar. Da ein Otter täglich etwa 15 bis 25 % seines Körpergewichts an Nahrung benötigt, kann er in Fischgewässern signifikante Lücken reißen. 

Zentrale Konfliktpunkte

In Regionen mit hoher Otterdichte berichten Angler von stark rückläufigen Beständen bei Forellen, Äschen und Karpfen.

Wirtschaftliche Schäden

In der Teichwirtschaft verursachen Otter teils massive Verluste von bis zu 95 % des Besatzes. Allein in Bayern stiegen die Entschädigungszahlungen für Otterschäden bis 2024 auf eine Rekordsumme von 2,25 Millionen Euro.

Jagdverhalten

Problematisch ist für viele Betroffene, dass Otter Fische oft nur anfressen und liegen lassen. Der Kopf und die Eingeweide (insbesondere die Leber) sind oft die nährstoffreichsten Teile eines Fisches. 

Management und Lösungsansätze

Um das Überleben der Fischerei und den Schutz des Otters zu vereinen, werden verschiedene Strategien verfolgt.

Prävention

Der Bau von speziellen Fischotterabwehrzäunen (oft Elektrozäune) ist die effektivste, aber auch arbeitsintensive und kostspielige Methode.

Ausgleichszahlungen

Länder wie Bayern erstatten einen Großteil der wirtschaftlichen Verluste, um die Existenz von Fischereibetrieben zu sichern.

Politische Diskussion um „Entnahme“

Es gibt anhaltende Debatten und rechtliche Auseinandersetzungen darüber, ob Otter in Gebieten mit extremen Schäden gejagt (entnommen) werden dürfen. Gerichte haben solche Verordnungen jedoch häufig aufgrund des hohen Schutzstatus der Tiere wieder gekippt. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Fischotter ein Erfolg des Artenschutzes ist, der jedoch die traditionelle Fischerei unter massiven Anpassungsdruck setzt. Während Naturschützer auf Renaturierung und Koexistenz setzen, fordern Fischereiverbände oft eine stärkere Regulierung der Bestände.

Wenn ihr einen Fischotter oder Spuren davon an unseren Gewässer seht oder findet, teilt uns dies bitte umgehend mit. 

Petri Heil und Danke.

Markus 

Wenn die Hitze drückt

Liebe Freunde,

bei hohen Temperaturen im Sommer (über 30 °C) verändern Fische ihr Verhalten drastisch, da warmes Wasser weniger Sauerstoff speichern kann. Achtet bitte beim Angeln an heißen Tagen auf folgende Kernpunkte:

Fischverhalten & Sauerstoffmangel
Fische stehen bei hohen Temperaturen bevorzugt in den tiefen, kühlen Wasserschichten (Sprungschicht). Unterstände wie Seerosen, überhängende Bäume oder Brücken bieten den Fischen Schutz vor der Sonne. In die kühlen Morgenstunden (4–8 Uhr) oder Abendstunden (18–22 Uhr) sind sie am aktivsten.

Verantwortungsvolles Angeln
Wir hoffen es versteht sich von selbst, gefangene Fische bei derart hohen Temperaturen besonders schonend und waidgerecht zu behandeln, um zusätzlichen Stress für die Tiere zu vermeiden.

Bitte die Fische bei der Landung extrem schonend behandeln. Der Drill muss kurz sein, da der Fisch durch den Sauerstoffmangel im Wasser sonst im Nachhinein an Erschöpfung stirbt.

Richtige Angeltechnik & Köder
Im warmen Wasser sind kleinere, agilere Köder am fängigsten. Aber auch fruchtige, süße oder stark duftende Lockstoffe haben sich bewährt.

Das Hältern von Fischen im Setzkescher bei warmem Oberflächenwasser ist oft tödlich und tierschutzwidrig. Gefangene Fische sofort waidgerecht töten und unbedingt kühlen.

Kühlung des Fangs & Köder
Nehmt bei den Temperaturen unbedingt eine Kühlbox mit ausreichend Gefrierakkus oder Crushed Ice mit, da Fischfleisch bei Hitze extrem schnell verdirbt oder sogar Gar wird (Gräten und Haut löst sich vom Fleisch).
Maden, Würmer und Köderfische unbedingt im Schatten oder ebenfalls in einer kleinen Kühltasche lagern, da sie sonst sterben oder unbrauchbar werden.

Eigener Schutz & Gesundheit
Denkt unbedingt daran viel zu trinken und packt euch lieber zu viel ein. Kopfbedeckung (Kappe), UV-Kleidung, Sonnencreme (LSF 50) und eine polarisierende Sonnenbrille (schützt die Augen vor der Wasserreflexion).
Vermeidet lange Aufenthalte in der prallen Sonne um euren Kreislauf zu schützen. Sucht euch schattige Angelplätze.

Kommt gut durch den Sommer, genießt dennoch die Zeit am Wasser und bleibt gesund.
Petri Heil

Markus

Die Magie der Wasseroberfläche

Oder, warum Angeln mehr als nur ein Hobby ist.
Stell dir vor, es ist 5:30 Uhr morgens. Ein leichter Nebel liegt noch über dem See, die Welt um dich herum schläft, und das einzige Geräusch ist das leise Plätschern des Wassers gegen das Ufer. Das Beobachten von Vögeln und Insekten, der Geruch von feuchter Erde und Schilf – all das ist Teil eines Tages am Wasser. In diesem Moment zählt weder der Stress im Büro noch die endlose To-Do-Liste im Kopf. Es zählt nur der Moment.

Die ultimative Entschleunigung
In unserer rasanten Welt ist Angeln ein heiliges Ritual der Langsamkeit. Es zwingt uns, geduldig zu sein. Man kann den Fisch nicht herbeisehnen; man muss warten, beobachten und eins werden mit dem Rhythmus der Natur. Diese Form der „erzwungenen“ Ruhe wirkt wie ein Reset-Knopf für die Seele.

Das Spiel mit dem Unbekannten
Jeder Wurf ist ein kleines Abenteuer. Was verbirgt sich unter der spiegelglatten Oberfläche? Ist es ein kapitaler Hecht, eine flinke Forelle oder einfach nur das Spiel der Strömung? Dieser kurze Moment des Nervenkitzels, wenn die Pose plötzlich abtaucht oder die Rutenspitze zuckt, schüttet pures Adrenalin aus.

Wertschätzung für die Umwelt
Angler sind oft die besten Naturschützer. Wer am Wasser sitzt, entwickelt ein feines Gespür für das Ökosystem. Man lernt die Vögel kennen, beobachtet die Libellen und versteht, wie wichtig sauberes Wasser und intakte Lebensräume sind. Es ist eine Rückkehr zu unseren Wurzeln – weg vom Bildschirm, hin zum Ursprung. Manchmal braucht es nicht mehr als den Duft von Waldboden und die Stille abseits der Straßen, um wieder durchzuatmen und der Natur näherzukommen – und vielleicht auch sich selbst ein bisschen.

Angeln bedeutet nicht unbedingt, einen Fisch zu fangen. Es bedeutet, die Zeit zu finden, die man sich sonst nie nimmt. Es ist die Stille, die Kameradschaft unter Gleichgesinnten und das ehrliche Gefühl, nach einem Tag am Wasser müde, aber glücklich nach Hause zu kommen.

Genießt die Zeit am Wasser.

Petri Heil

Markus

Der Wächter am klaren Wasser

Es gibt Momente am Wasser, die sich wie ein Geschenk anfühlen. Heute war so ein Tag: Am Uferrand blitzte es plötzlich metallisch auf, und ich hatte das große Glück, einen Eisvogel aus nächster Nähe bei der Jagd beobachten zu dürfen.

Für Angler ist der Eisvogel ein echter Glücksbringer. Er jagt nur dort, wo das Wasser sauber und klar genug ist, um Beute auf Sicht zu fangen. Wo ein Eisvogel fischt, ist das Ökosystem meist intakt und der Bestand an Kleinfischen (wie Stichlingen, Elritzen oder Moderlieschen) gesund.

Wer diesen kleinen Meister der Lüfte einmal live erlebt hat, vergisst den Anblick nie. Mit seinem schillernden, kobaltblauen Rücken und der leuchtend orangefarbenen Unterseite wirkt er fast wie ein Tropenvogel, der sich in unsere Breiten verirrt hat. Dabei ist er ein waschechter hiesiger Profi – wenn auch ein sehr kleiner: Mit nur etwa 17 Zentimetern Körperlänge ist er trotz seiner Farben im dichten Ufergebüsch perfekt getarnt.

Der perfekte Jäger braucht das perfekte Revier
Der Eisvogel ist wählerisch, was sein Zuhause angeht. Damit er sich wohlfühlt, braucht er zwei Dinge:

Strategische Ansitze:
Über das Wasser ragende Zweige, von denen aus er die Wasseroberfläche scannt.

Steile Uferwände:
In lehmige Abbruchkanten gräbt er seine bis zu einen Meter langen Brutröhren – eine architektonische Meisterleistung.

Präzision im Sturzflug
Seine Jagdmethode ist an Effizienz kaum zu überbieten. Minutenlang verharrt er bewegungslos auf seinem Ansitz, den Blick starr auf kleine Fische wie Stichlinge gerichtet. Dann geht alles blitzschnell, ein gezielter Sturzflug, ein kurzes Eintauchen bis zu 60 Zentimeter tief, und schon taucht er mit zappelnder Beute im dolchartigen Schnabel wieder auf.

So unbesiegbar er als Jäger wirkt, so verletzlich ist seine Art. Die Verbauung von Flüssen und die Verschmutzung der Gewässer nehmen ihm den Lebensraum. Auch harte Winter setzen den Beständen zu, wenn die Jagdreviere zufrieren. Zwar können die Vögel Verluste durch mehrere Bruten im Jahr ausgleichen, doch der Schutz naturnaher Uferstrukturen bleibt überlebenswichtig.

Wir wünschen euch schon jetzt viel Erfolg bei eurem nächsten Ausflug ans Wasser – mit ein wenig Geduld könnt vielleicht auch ihr schon bald den schillernden Meister der Lüfte bei seiner Jagd beobachten.

Petri Heil

Markus

Das Abenteuer wartet

Auf zum Jugend-Pfingstzeltlager!
Die Packliste liegt bereit, die Vorfreude steigt und der Countdown läuft. Das legendäre Jugend-Pfingstzeltlager an unserer Ruppertweiher-Anlage steht vor der Tür. Es ist wieder Zeit für die beste Auszeit des Jahres. Wir starten am Samstag, den 23. Mai bis Montag.

Raus aus dem Alltag, rein ins Abenteuer
Vergiss den stressigen Alltagstrott und pack deine Sachen. Was du brauchst? Deine Angelsachen, ein wetterfestes Zelt, einen gemütlichen Schlafsack und jede Menge gute Laune. Dieses Pfingsten schreiben wir gemeinsam wieder Geschichte. Wir freuen uns auf Momente, die uns noch jahrelang ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Die Crew ist bereit – und du?
Unsere Crew steht bereits in den Startlöchern und hat alles für euch vorbereitet. Das Gelände am Ruppertweiher wartet nur darauf, von euch zum Leben erweckt zu werden. Es wird Zeit für tolle Fänge, Lagerfeuergeschichten und eine unvergessliche Gemeinschaft.

Bis bald und Petri Heil,
wünscht Euch das gesamte Team

Der Waller – Gigant unserer Gewässer

Der Waller (auch Europäischer Wels) ist einer der beeindruckendsten Süßwasserfische Europas. Sein wissenschaftlicher Name ist Silurus glanis.
Welse gehören zu den Fischen, die zeitlebens wachsen. Wenn man bedenkt, dass sie über 80 Jahre alt werden, kann man sich vorstellen, welch gewaltige Ausmaße sie erreichen können. Kein anderer Süßwasserfisch in Europa lebt so lange und wird so groß wie der Wels.
Mit gut über 2,5 bis knapp 3 Meter länge (Weltrekord 2,92m) und bis zu 160 kg purer Energie ist er ein beeindruckender Räuber in unseren Gewässern, der extreme Anforderungen an Technik, Taktik und Ausdauer stellt.

Welse sind extrem robuste und anpassungsfähige Fische – deshalb kommen sie auch gut in warmen, trüben Gewässern klar. Da der Wels sehr kleine Augen hat, verfügt er als Ausgleich über einen sehr guten Geruchs-, Tast- und GeschmacksSinn. Sein Maul ist mit unzähligen Rezeptoren ausgestattet, die sich z.B. an den Lippen, auf den Barteln, an den Flossen und im Maul befinden. Dank diesen kann der Wels den Unterschied zwischen sauer und süß, sowie bitter und salzig unterscheiden.

Die markanten Barteln des Welses sind zugleich ein Tastorgan, mit dessen Hilfe sich der Wels auch in völliger Dunkelheit orientieren kann. Nicht zufällig ist der Wels ein vorwiegend nachtaktives Tier, der direkte Sonnenstrahlung meidet. Darüber hinaus ist auch das Gehör des Welses sehr gut ausgebildet, sodass er sogar Geräusche über der Wasseroberfläche wahrnehmen kann.

Waller sind stark – deine Ausrüstung muss das aushalten.
Sehr stabile Welsrute mit 200–400 g Wurfgewicht. Große, robuste Stationär- oder Multirolle mit mind. 0,40 mm geflochtener Schnurr. Am großen Einzelhaken hat sich klassisch ein Tauwurm-Bündel gut bewährt. Aber auch Köderfisch oder Fischfetzen sind bevorzugte Köder.

Waller orientieren sich stark über Geruch und Geräusche im Wasser. Kunstköder mit Vibration oder viel Aktion funktionieren daher gut und locken die neugierigen Riesen aus der Tiefe.

In unseren Gewässern besteht eine Entnahmepflicht für diese dämmerungsaktiven Bodenbewohner!

Die Entnahmepflicht für Waller gibt es inzwischen in vielen Gewässern aus fischereibiologischen und ökologischen Gründen.

Der Waller ist ein Spitzenprädator.
Oft werden Welse als furchteinflößende Raubfische dargestellt, die alles verschlingen.
Die Nahrung des Welses ist sehr abwechslungsreich. Der Koloss frisst eigentlich fast alles, was in seine Mundhöhle passt.
Tatsächlich sind sie opportunistische Jäger, sie fressen primär Fische, aber auch Krebse, Frösche und gelegentlich kleine Säugetiere und sogar Wasservögel wie Enten, die sie wie ein „Staubsauger“ einsaugen.

In Gewässern mit vielen Wallern kann das Fischgleichgewicht kippen, weil sie Bestände stark dezimieren.
Er hat kaum natürliche Feinde.
Ohne Regulierung vermehren sie sich stark und werden immer größer und somit zu einer zunehmenden Gefahr für unsere heimischen Fischarten. Durch die Entnahme soll die Artenvielfalt in unseren Gewässern erhalten bleiben.

Waller wurden teilweise künstlich eingesetzt. Wärmere Gewässer (Klimawandel) begünstigen ihre Vermehrung. Bedingt dadurch entstehen teils unnatürlich hohe Bestände.

Die Entnahmepflicht ist eine bewusste Maßnahme der Fischereibehörden und Vereine, um
Bestände zu regulieren und
ein stabiles Ökosystem zu erhalten.

Schickt uns gerne Bilder von euren Fängen.

Petri Heil
Markus

Beginn der Raubfischsaison

Liebe Freunde,

Endlich! Jetzt geht’s wieder los – die Hecht & Zander Saison beginnt!

Der Start der Raubfischsaison ab 1. Mai ist für viele Angler fast ein kleines Highlight und viele Fiebern der Zeit regelrecht entgegen. Gerade nach den oft langen Wintermonaten steigt die Vorfreude enorm.
Nach dem Laichgeschäft haben die Fische viel Energie verloren und müssen ihre Reserven schnell wieder auffüllen – deshalb sind sie jetzt besonders hungrig und aggressiv. Perfekte Bedingungen also.

Mit steigenden Wassertemperaturen kommt der Stoffwechsel der Räuber so richtig in Schwung. Flach laufende Wobbler, Spinner oder Gummifische mit leichten Köpfen gelten jetzt als TOP-Köder im Flachwasser. Diese Bereiche erwärmen sich am schnellsten und an den ersten Krautkanten knallt es jetzt so richtig, nachdem dort die Brutfische stehen.

Für viele ist es nicht nur das Angeln selbst, sondern das gesamte Erlebnis: früh morgens am Wasser stehen, Nebel über dem See, der erste Biss – diese Magie des Wartens und Verbundenheit mit der Natur bleibt einfach hängen.

Wir wünschen euch für die beginnende Raubfischsaison ein
dickes Petri Heil.

Achtet bitte darauf, an den Verbandsgewässern ist der Raubfisch noch bis 31. Mai gesperrt!

Lasst uns gerne eure Fangbilder unter info@fvn-online.de zukommen.

Genießt die Zeit am Wasser
Markus

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