Fischereiverein Nürnberg e.V.

Totholz bringt Leben

Die Bedeutung von Totholz für unsere Fließgewässer

Totholz ist eine der wichtigsten Lebensadern in unseren Fließgewässern und muss nicht immer entfernt werden. Was auf den ersten Blick wie ein blockierendes Hindernis wirkt, ist in Wahrheit ein unersetzlicher Hotspot der biologischen Vielfalt und ein natürlicher Baumeister für gesunde Flusslandschaften.

Warum Holz im Fluss so wichtig ist
Ein steriler, begradigter Flusslauf bietet kaum Verstecke. Totholz bricht diese Monotonie radikal auf. Äste, Stämme und Wurzeln schaffen ein Mosaik aus kleinsten Lebensräumen.

Strömungsschatten
Hinter dicken Stämmen beruhigt sich das Wasser. Hier können sich Fische kraftsparend aufhalten, ohne gegen die starke Strömung ankämpfen zu müssen.

Kolke und Tiefzonen
Das Wasser strömt um das Holz herum und gräbt durch die Verwirbelung tiefe Mulden (Kolke) in das Bachbett. Diese tiefen Stellen sind lebenswichtige Rückzugsorte für größere Fische bei Niedrigwasser oder im heißen Sommer.

Die Kinderstube des Gewässers
Viele Fischarten sind für ihre Fortpflanzung zwingend auf Totholz angewiesen. Arten wie der Barsch heften ihre Laichschnüre direkt an untergetauchte Äste. Nach dem Schlüpfen finden die winzigen Fischlarven im Geäst Schutz vor der Strömung und ein reichhaltiges Nahrungsangebot.

Basis der Nahrungskette
Totholz funktioniert im Wasser wie ein riesiger Nährstoffspeicher. Das Holz wird schnell von einem Biofilm aus Bakterien, Pilzen und Algen besiedelt. Dies zieht Abertausende von Kleinstlebewesen an – darunter Eintagsfliegen-, Steinfliegen- und Köcherfliegenlarven, zusammenfassend als Makrozoobenthos bezeichnet.

Diese Insektenlarven und Krebse sind wiederum die Hauptnahrungsquelle für Forellen und viele andere Fischarten. Mehr Holz bedeutet also direkt mehr Nahrung im Gewässer.

In der modernen Gewässerökologie gilt Totholz nicht mehr als „Müll“, der entfernt werden muss, sondern als Schlüsselelement für den Naturschutz. Es reinigt das Wasser, indem es Schwebstoffe filtert, bremst Hochwasserwellen auf natürliche Weise aus und sorgt für einen dynamischen, lebendigen Flusslauf.

Aus diesen Gründen belassen wir Bäume, die nur teilweise im Wasser liegen, bewusst im Gewässer. Handlungsbedarf besteht jedoch, wenn Stämme die gesamte Flussbreite blockieren. Um den Flusslauf nicht zu gefährden und die Sicherheit zu gewährleisten, müssen diese Hindernisse entfernt werden. Wenn ihr eine solche Blockade bemerken, melden sie uns bitte kurz.

Petri Heil
Markus

Rund 70 Angler trotzen eisigem Wind am Ruppertweiher

Ein bewölkter Himmel, kurze vereinzelte Regenschauer und herbstliche 9 Grad mit einem eisig kalten Wind – das Wetter beim heutigen Ruppertweiher-Event zeigte sich anfangs von seiner ungemütlichen Seite. Doch die rund 60 bis 70 Teilnehmer ließen sich die Laune nicht verderben. Was nach einer Zerreißprobe für die Motivation aussah, entpuppte sich als perfekter Katalysator für einen umso geselligeren Angeltag, an dem am Ende sogar die Sonne ein Einsehen hatte.

Trotz der frostigen Bedingungen war die Stimmung von Beginn an absolut top. Die Angler rückten einfach ein Stück enger zusammen, was dem Miteinander und dem Austausch untereinander spürbar guttat. Pünktlich ab 10:30 Uhr qualmte dann der Grill. Frisch gegrillten Bratwürstchen wurden von den Mitgliedern begeistert angenommen. Bei einem heißen Snack in der Hand ergaben sich wie von selbst tolle Gespräche, und die gemütliche, fast schon familiäre Atmosphäre wurde perfekt abgerundet, als vereinzelt sogar die Sonne herausschaute und die ganze Szenerie auflockerte.

Auch sportlich war einiges geboten. Insgesamt wurden rund 30 Regenbogenforellen gelandet, von denen einige stattliche Prachtexemplare sogar bis zu 48 cm auf die Messlatte brachten! Ein besonderer Hotspot war dabei der Auslauf, wo sich die Angler – typisch kameradschaftlich und mit viel Humor – ganz brav für den besten Platz angestellt haben.

Am Ende des Tages gehörte das Quäntchen Anglerglück zwar nicht jedem im gleichen Maße. Während die einen stolz ihre schönen Regenbogenforellen präsentierten, mussten die anderen sich damit begnügen, die Fische elegant springen zu sehen. Doch genau dieses gemeinsame Frotzeln und das Fachsimpeln machten den Tag aus.

Alles in allem war es trotz des herbstlichen Starts ein rundum gelungener und richtig schöner Tag am Ruppertweiher, der bewiesen hat, dass unsere Angelgemeinschaft jeden eisigen Wind schlägt.

Petri Heil

Markus

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Spontaner Arbeitseinsatz nach Sturmschäden am Birkensee

Am Birkensee mussten nach den jüngsten Sturmschäden dringende Sicherungsarbeiten durchgeführt werden. Im Rahmen eines parallelen Arbeitseinsatzes wurden insgesamt vier beschädigte Bäume fachgerecht entfernt.

Eine besondere Herausforderung stellten dabei zwei Bäume dar, die sich in den Baumkronen benachbarter Bäume verfangen hatten. Da sie direkt über dem darunter verlaufenden Spazierweg hingen, bedeuteten sie ein erhebliches Sicherheitsrisiko für alle Passanten und unsere Mitglieder. Dank des schnellen und professionellen Arbeitseinsatz konnte diese akute Gefahrensituation komplett beseitigt und der Weg wieder sicher freigegeben werden.

Ein herzliches Dankeschön für diesen großartigen und spontanen Einsatz geht an Andreas mit seiner Familie, Michael und Gerhard!

Viele Grüße und besten Dank für Eure Unterstützung,

Markus

Erfolgreicher Start der Herbst-Arbeitsdienste!

Liebe Mitglieder,

der Startschuss ist gefallen! Der erste Arbeitsdienst im Herbst ist bereits erfolgreich über die Bühne gegangen. Ein riesiges Dankeschön an alle fleißigen Helfer, die heute mit angepackt und an unserer Laber vollen Einsatz gezeigt haben! Es ist toll zu sehen, wie viel wir gemeinsam bewegen können.

Unsere Gewässer sind weit mehr als nur unser liebstes Hobby, sie sind sensible Ökosysteme. Gerade jetzt im Herbst ist die gemeinsame Pflege entscheidend, um den Naturschutz und den langfristigen Erhalt unserer Vereinsgewässer zu sichern. Ob Vegitationsrückschnitt, Uferpflege oder Müllbeseitigung – jeder einzelne Handgriff sorgt dafür, dass unsere Fischbestände gesund bleiben und die Tier- und Pflanzenwelt geschützt wird. Nur durch diesen Einsatz stellen wir sicher, dass wir auch im nächsten Jahr unsere Gewässer vollumfänglich nutzen und dort erholsame Stunden verbringen können.

Ein gepflegtes Gewässer ist die Visitenkarte unseres Vereins und die Lebensgrundlage für unsere Fische.

Schnappt euch also Gummistiefel, Arbeitshandschuhe und meldet euch zwingend an zum nächsten Arbeitsdienst. Die letzten Termine stehen schon bereit und es sind noch einige Plätze frei.

Meldet euch an unter:
https://fvn-online.de/arbeitsdienst/

Jedes Mitglied ist für die Erbringung seiner Arbeitsdienstpflicht selbst verantwortlich!

Wir zählen auf eure Tatkraft und freuen uns schon auf die nächste gemeinsame Zeit und den Austausch am Wasser!

Petri Heil und bis zum nächsten Einsatz.

Der goldene Herbst

Es ist ein kühler Oktobermorgen. Ein leichter Nebel liegt über dem Gewässer, während die ersten Sonnenstrahlen die bunten Blätter der Bäume am Ufer zum Leuchten bringen. Für die meisten Menschen ist das die Zeit, sich mit einer warmen Decke auf das Sofa zurückzuziehen. Doch für uns Raubfischangler gibt es jetzt kein Halten mehr. Die Luft riecht nach Aufbruch, und das Wasser birgt ein Geheimnis, das jeden Moment für einen Adrenalinkick sorgen kann. Der Herbst ist da – und mit ihm die absolut beste Zeit des Jahres, um kapitale Hechte, Zander und dicke Barsche zu überlisten.

Unter der Wasseroberfläche hat sich die Welt in den letzten Wochen komplett verändert. Mit den sinkenden Temperaturen spüren die Fische instinktiv den nahenden Winter. Es gibt kein langes Zögern mehr, eine dicke Fettschicht muss her. Dieser unbändige Hunger macht die Räuber aggressiv und unvorsichtig. Gleichzeitig lichten sich die vertrauten Reviere. Die grünen Krautbetten im Flachwasser sterben langsam ab und bieten keinen Schutz mehr. Die Schwärme der kleinen Weißfische ziehen sich deshalb in die tieferen Gewässerzonen zurück. Und genau dorthin folgen ihnen die hungrigen Jäger auf Schritt und Tritt, lauernd an tiefen Kanten und Unterständen.

Wer jetzt erfolgreich sein will, muss umdenken. Vergiss die kleinen, unauffälligen Snacks des Sommers. Im Herbst gilt ein ungeschriebenes Gesetz: Big Bait is Big Fish!

Die Räuber wollen mit so wenig Aufwand wie möglich so viel Energie wie möglich aufnehmen. Ein einziger großer Happen ist für sie jetzt viel attraktiver als mühsam viele kleine Fische zu jagen.

Wenn du es auf die großen Hechte abgesehen hast, montierst du am besten stattliche Gummifische von 18 bis 25 Zentimetern Länge oder schwere Spinnerbaits. Führe sie langsam und beharrlich im Mittelwasser oder direkt an den abfallenden Krautkanten entlang.

Suchst du stattdessen die stacheligen Zander, lohnt sich ein Versuch in den magischen Stunden der Dämmerung. Mit schlanken Gummifischen am Jigkopf oder flach laufenden Wobblern ziehst du deine Bahnen. Lass den Köder beim sogenannten „Faulenzen“ oder klassischen Jiggen immer wieder verführerisch über den Grund hüpfen. Und die Barsche? Die stehen im Herbst auf Action! Mit aggressiv geführten Creature Baits, vibrierenden Chatterbaits oder tief laufenden Crankbaits, die du rasant durchs Freiwasser kurbelst, weckst du ihren Jagdinstinkt.

Damit dein herbstlicher Ausflug zum vollen Erfolg wird, nimmst du am besten drei goldene Regeln mit ans Wasser.
Erstens: Finde die Futterfische. Wo dir deine Augen dichte Kleinfischschwärme verraten, sind die großen Räuber garantiert nicht weit.
Zweitens: Nutze die Mittagszeit. Du musst dich im Herbst nicht mehr um vier Uhr morgens aus dem Bett quälen. Oft erwacht das Leben unter Wasser erst dann richtig, wenn die Mittagssonne das Wasser auch nur um ein halbes Grad erwärmt hat. Und drittens:
Ausdauer zahlt sich aus. Wenn der Wind auffrischt, der Regen peitscht und die Wellen ans Ufer schlagen fallen Hecht und Zander oft in einen regelrechten Fressrausch.

Pack also deine warme Thermokleidung aus, trotze dem Wetter und genieße die raue Schönheit der Natur. Die Belohnung wartet tief im Wasser – mit einem spektakulären Biss, der die Rute biegt und dein Anglerherz zum Rasen bringt.

Petri Heil für deinen nächsten herbstlichen Trip!
Markus

Vom Einsteiger zum Wildnis-Abenteuer

Dein Weg zum Lachsangeln nach Kanada

Erst die Technik, dann der Traumfisch! Bevor es an die wilden, reißenden Flüsse British Columbias oder Alaskas geht, legen wir gemeinsam das Fundament. Bei unserem exklusiven Fliegenfischerkurs des Fischereivereins Nürnberg lernst du alles, was du für die Königsdisziplin des Angelns brauchst. Unsere erfahrenen Instruktor Rafal Kolesinski zeigen dir die perfekte Wurftechnik, die richtige Gerätekunde und das feine Lesen des Wassers. Egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener – hier holst du dir die nötige Sicherheit an der Rute.

Das ultimative Ziel, ein selbstgefangener Wildlachs im kanadischen Strom.

Warum das Ganze? Weil auf dich das Abenteuer deines Lebens wartet! Lachsangeln in Kanada ist der absolute Traum jedes Fliegenfischers. Wenn die mächtigen Königslachse, kampfstarken Silberlachse oder unermüdlichen Buckellachse flussaufwärts ziehen, schlägt die Stunde der Wahrheit. Ein Drill mit einem wilden Pazifiklachs inmitten atemberaubender Natur, umgeben von dichten Wäldern und absoluter Stille, vergisst man nie wieder.

Mit der Technik aus unserem Kurs bist du bereit, den harten Fluchten dieser Kraftpakete Paroli zu bieten. Packen wir es an – erst die Praxis in Nürnberg, dann das Abenteuer in Kanada!

Am Mittwoch, den 28. Oktober startet unser nächster Fliegenbindekurs für Fortgeschrittene.

Beginn 18.00 Uhr.

Geschäftsstelle Fischereiverein Nürnberg. 

Melde dich an unter:

https://xoyondo.com/su/i6skr56jtix1de2

Komm mit auf eine Reise, die dich nicht nur die perfekte Fliege lehrt, sondern dich mitten hineinreißt in das unvergessliche Abenteuer des kanadischen Wildlachsangelns.

Wir freuen uns auf dich.

Petri Heil 

Rafal und Markus

Abenteuer Zollsee

Ein Angeltag, der einfach glücklich mach

Am Wochenende machten sich 3 Mädels und 5 Jungs unserer Nürnberger Fischerjugend auf den Weg zum Zollsee – und es hätte nicht schöner sein können. Schon bei unserer Ankunft wurden wir von unseren lieben Freunden vom Fischereiverein Scheinfeld so herzlich empfangen, dass wir uns sofort wie zu Hause gefühlt haben. Ein riesiges Dankeschön an euch für die tolle Gastfreundschaft!

Ab 8 Uhr hieß es, Ruten raus! Bei bestem Spätsommerwetter bissen die Fische hervorragend. Unsere Nachwuchs-Angler bewiesen echtes Geschick und konnten einige prächtige Speisekarpfen und Hechte an Land ziehen. Da war der Stolz in den Augen natürlich riesengroß.

Es wurde gemeinsam gelacht, gefachsimpelt und die Natur genossen. Für die perfekte Stärkung zwischendurch sorgten leckere Bratwürste und saftige Steaks frisch vom Grill, die wir uns gemütlich an der Feuerstelle schmecken ließen.

Der schöne Angeltag verging viel zu schnell, hinterließ aber durchweg glückliche Gesichter. Für einige Teilnehmer geht das Erlebnis heute Abend in die Verlängerung, wenn der frisch gefangene Fisch zu Hause zubereitet wird.

Was für ein toller Angeltag! Petri Heil und viele Grüße von eurer Jugendleitung!