wir haben es geschafft! Nach der erfolgreichen Muschelrettung in der vergangenen Woche sind nun auch alle anschließenden Baumaßnahmen an der unteren Sulzach erfolgreich und planmäßig abgeschlossen worden.
Dank der großartigen Vorarbeit unserer ehrenamtlichen Helfer und der reibungslosen Umsetzung der Bauarbeiten erstrahlt die Sulzach nun in neuem Glanz und ist bestens für die Zukunft gerüstet.
Ein kurzer Rückblick auf die erfolgreichen Maßnahmen:
Mäharbeiten & Sohlgleite Das dichte Schilf wurde zurückgeschnitten. Die Erhöhung und Verdichtung der Sohlgleite sorgt ab sofort dafür, dass der Wasserstand auch in heißen Sommermonaten stabil bleibt.
Baggerarbeiten für den Fischzug Der verlandete Schilfwuchs im Wasserlauf wurde vorsichtig ausgebaggert. Unsere Fische haben ab sofort wieder komplett freie Bahn für ihren Fischzug!
Strömungslenkung durch Steinquader Das Wasserwirtschaftsamt hat die neuen Steinquader im Sohllauf erfolgreich gesetzt. Sie lenken die Strömung nun gezielt um, beschleunigen den Durchfluss und verhindern so langfristig eine erneute Verlandung.
Ein riesiges Dankeschön noch einmal an alle beteiligten Helfern, dem Wasserwirtschaftsamt Ansbach und den ausführenden Kräften vor Ort. Durch diesen gemeinsamen Kraftakt haben wir ein wertvolles Ökosystem langfristig gestärkt und geschützt. So geht moderner, praktischer Naturschutz!
Wir freuen uns darauf, die positive Entwicklung der Sulzach in den nächsten Monaten zu beobachten.
bereits zum 55. Mal in unserer Vereinsgeschichte kommen wir in der wunderschönen Stadt Ornbau, dem Tor zum Fränkischen Seenland, vom 10.- 12. Juli zusammen. Wie schon im letzten Jahr schlagen wir unser Festzelt direkt am Eckturm der Stadtmauer, in der Rupertsweiler Straße auf. Ein Ort, der Tradition und Gemütlichkeit perfekt verbindet.
Die Vorbereitungen sind beinahe abgeschlossen und der Wetterbericht meldet beste Voraussetzungen für ein gelungenes Event.
Zeitplan: Freitag, den 10. Juli ab 18-10h Wallerhegefischen Gewässer: Altmühl Anmeldung am Festplatz ab 17h Abwiegen Samstag ab 9-10:30h am Festplatz Siegerehrung Samstag, ab ca. 11h am Festplatz
Samstag, 11. Juli ab 16h gemütliches Beisammensein am Festplatz wir freuen uns auf euer Kommen und nette Gespräche.
Sonntag, den 12. Juli ab 5-11h Königsfischen Gewässer: Altmühl, Sulzach, Wieseth und Wörnitz Gefischt werden darf ab 05:00 – 11:00 Uhr Abwiegen am Festzelt 11:00 – 12:00 Uhr Essen gibt es ab 12:30 Uhr (es gibt Hähnchen, Rollbraten und Krustenbraten) Ehrung ab ca. 13:30 Uhr
Zu beachten! Ab Samstag den 11.07 sind Altmühl, Sulzach, Wieseth und Wörnitz ab 10:00 bis Sonntag 05:00 Uhr gesperrt!
Am Sonntag, 12. Juli sind alle anderen Vereinsgewässer ganztägig gesperrt!
Bitte beachtet die in unserer Vereinszeitschrift „Rückblick“ genannten weiteren Bestimmungen!
Wir freuen uns riesig auf eure Teilnahme, auf tolle Gespräche und ein unvergessliches Wochenende!
Ein aufregender Tag an der unteren Sulzach. Am 3. Juli 2026 stand alles im Zeichen des Naturschutzes. 8 freiwillige Helfer des Fischereiverein Nürnberg e.V. zogen die Wathosen an, um heimische Bach- und Teichmuscheln vor anstehenden Bauarbeiten zu retten.
Da die kleinen Flussbewohner unter strengem Artenschutz stehen, war absolute Fingerspitzengefühl gefragt. Die Helfer suchten den Untergrund im Flusslauf vorsichtig und Stück für Stück mit den Händen ab. Diese wichtige Schutzmaßnahme war eine direkte Vorgabe der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) für die anstehenden Arbeiten in der kommenden Woche.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Insgesamt 56 Bach- und Teichmuscheln wurden unter der fachkundigen Leitung von Herrn Benedikt Schmidt vom Wasserwirtschaftsamt Ansbach behutsam eingesammelt und sicher umgesiedelt! Herr Schmidt erklärte den interessierten Helfern die Erkennungsmerkmale zwischen der Bach- und Teichmuschel, die sich auf den ersten Blick kaum voneinander unterscheiden lassen. Echte Erfahrungen lehren uns mehr als jede Theorie. Manchmal schreibt das Leben die besten Geschichten – völlig ungeplant. Was als spontane Rettungsaktion begann, entwickelte sich zu einer informativen Lehrstunde für uns alle.
Ein riesiges Dankeschön an alle ehrenamtlichen Retterinnen und Retter für diesen großartigen, nassen und erfolgreichen Einsatz! Ihr seid spitze!
So geht es in den nächsten Tagen weiter: Die Rettungsaktion war erst der Beginn. Da der untere Teil der Sulzach stark verlandet ist, wird der Wasserlauf in den kommenden Tagen Schritt für Schritt optimiert. Das Ökosystem soll dadurch langfristig gestärkt werden.
Montag – Mäharbeiten & Umbau der Sohlgleite! Das dichte Schilf wird gemäht. Die bestehende Sohlgleite wird erhöht und an zwei Stellen verdichtet. Das sichert den Wasserstand auch bei sommerlichem Niedrigwasser.
Dienstag & Mittwoch – Die Bagger rücken an! Der Schilfwuchs im Wasserlauf wird vorsichtig ausgebaggert. Das ist enorm wichtig, damit die Fische bald wieder freie Bahn für ihren Fischzug haben. Im Anschluss setzt das Wasserwirtschaftsamt Steinquader im Sohllauf ein. Diese lenken die Strömung künftig gezielt um, damit das Wasser schneller fließt und eine erneute Verlandung langfristig verhindern wird.
Ein tolles Projekt, das unsere Sulzach fit für die Zukunft macht! Wir halten euch auf dem Laufenden.
Am 28. Juni absolvierten sechs Mitglieder unseres Vereins einen exklusiven Fliegenfischerkurs an der Laber. Dass uns der Wettergott brütende Hitze bescherte, tat der Stimmung keinen Abbruch – der Spaßfaktor war von der ersten Minute an riesig und alle Teilnehmer zeigten vollen Einsatz am Wasser.
Zuerst hieß es, den Umgang mit der Fliegenrute auf der großen Wiese zu üben. Was so einfach und filigran aussieht zeigte sich in der Ausführung als höchst anspruchsvoll. Nach 2 Stunden stimmten so langsam die erste Handhabung und Ausführungen. Nun endlich wurden die Ruten „scharf geschalten“ und endlich durften die selbst gebundenen Trockenfliegen und Streamer aus dem letzten Kurs angebunden werden.
Ein herzliches Dankeschön gilt den beiden Referenten Wolfgang Fabisch und Rafal Kolesinski von CRK-Fishing. Mit enormer Geduld, Fachkompetenz und viel persönlichem Zeiteinsatz brachten sie allen Teilnehmern aus der Gruppe die ersten Kniffs und Tricks aus der Kunst des Fliegenfischens näher – da hatte selbst der hartnäckigste Knoten im Vorfach keine Chance!
Dank der hervorragenden Anleitung stimmte am Ende auch der Fangerfolg.
Vier wunderschöne Bachforellen konnten überlistet werden und machten den Tag perfekt. Ein rundum genialer Ausflug, der definitiv Lust auf mehr macht und allen Teilnehmern sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Der nächste Fliegenfischerkurs an der Laber startet am 19. Juli.
Wie viele von euch am Wochenende schon mitbekommen haben, schlug unsere Vereinsjugend vom 26. bis 27. Juni 2026 ihr Lager am Birkensee in Oberstimm auf. Das Thermometer kletterte auf schweißtreibende 38 °C – doch echtes Anglerblut lässt sich von einer Hitzewelle nicht stoppen!
Während die Sonne brannte, bewiesen unsere Nachwuchsangler vollen Einsatz. Mit dem Wurfrohr und der Spomb wurden die Futterplätze gewohnt zielgenau vorbereitet. Zur Abkühlung zwischendurch ging es für das Team regelmäßig ab ins erfrischende Wasser.
Die ersehnte Abkühlung brachte schließlich die Nacht – und mit ihr bissen auch die Fische:
Julian sorgte für den absoluten Krimi des Wochenendes! In sprichwörtlich letzter Sekunde vor dem Schlusspfiff kescherte er einen stattlichen Grasfisch von 74 cm und 4,8 Kilo. Damit sicherte er sich hochverdient den 1. Platz in der Grasfischsektion.
Sein Kumpel David zeigte den Räubern, wo es langgeht. Er überlistete den einzigen maßigen Raubfisch des Ausflugs – einen Hecht von 63 cm und knapp 2,2 Kilo. Das bedeutete Platz 1 im Raubfischsektor!
Auch die Aale bissen in der Nacht fleißig und ließen unsere Angler nicht im Stich. Insgesamt durfte sich die Jugend über viele kapitale Karpfen und starke Amure freuen.
Ein riesiges Lob geht an die gesamte Truppe
Das Wochenende verlief absolut kameradschaftlich, fair und vorbildlich im Umgang mit der Natur und den Vereinsregeln. So macht Jugendarbeit richtig Spaß!
Ein dickes Petri Heil an alle Fänger und bis zum nächsten Mal am Wasser!
Ein echter Teamgeist wächst am besten bei gemeinsamen Erlebnissen. Alle Jahre findet im Juni das Pokalfischen des Gewässerausschuss statt. Eine in unseren Augen wunderschöne Idee. Dieses Event ist die perfekte Chance, um als Gemeinschaft noch enger zusammenzuwachsen
Unser diesjähriger Sieger mit einen wunderschönen Spiegelkarpfen aus der unteren Pegnitz, mit stolzen 72cm ist Andreas Schmude. Mit diesem Prachtburschen hat er sich den Sieg absolut verdient. Wir gratulieren dir von Herzen zum Wanderpokal, lieber Andy!👌👍😊
Zur Stärkung und für einen gemütlichen Ausklang ging es danach noch gemeinsam zum Essen.
Ein großes Dankeschön an Andre Willert für die Organisation und an alle, die dabei waren.
für den Beginn der ersten Baumaßnahmen an unserer Sulzbach brauchen wir dringend eure Mithilfe!
Eine Baufirma wird die Sohlgleite an der Grabmühle (untere Grenze der Sulzach) umbauen, sodass sich auch bei Niedrigwasser der Wasserstand erhöht.
Diese Maßnahme wird initiiert durch das Wasserwirtschaftsamt Ansbach in Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde.
Die UNB fordert jedoch aufgrund der dort angesiedelten und streng geschützten Teichmuschel, dass wir am Freitag, den 03. Juli 26, Beginn 09.00 Uhr, unter Aufsicht des WWA eine Muschelrettungsaktion im Bereich der Arbeiten im Vorfeld durchführen.
Dazu werden 5-6 Mann benötigt, die im Wasser (mit Wathose) den Untergrund nach Teichmuscheln absuchen und diese umsetzen.
Wann: Freitag, 3. Juli Wo: Sulzbach untere Grenze Beginn: 9 – ca.13h Wer: 6 freiwillige Mitzubringen: Wathosen und Eimer
Bitte unterstützt uns, die erforderliche Muschelrettungsaktion im Vorfeld durchzuführen, damit die Umbaumaßnahmen planmäßig am 06.07. starten können.
Ein voller Erfolg war unser zweiter Fliegenbindekurs für Erwachsene beim Fischereiverein Nürnberg e.V.
Sieben motivierte Teilnehmer trafen sich, um die filigrane Kunst des Fliegenbindens zu erlernen.Unter der fachkundigen und geduldigen Anleitung unserer beiden Referenten, Rafal Kolesinski von CRK-Fishing und Heinrich Beckmann, herrschte von Anfang an eine konzentrierte, aber super lockere Stimmung.
Am Ende des Abends ging niemand mit leeren Händen nach Hause. Jeder Teilnehmer konnte stolz drei selbst gebundene Fliegen mit nach Hause nehmen – bereit für den nächsten Einsatz am Gewässer.
Das Feedback war durchweg begeistert. Ein großes Dankeschön an Rafal und Heinrich für ihren tollen Einsatz und an alle Teilnehmer für den gelungenen Abend!
Wenn du das nächste Mal auch dabei sein möchtest, melde dich gerne unter nachfolgenden Link an
es kribbelt wieder in den Fingerspitzen, die Ruten sind bereit und der Termin ist im Kalender dick und rot markiert. Unser diesjähriges Königsfischen steht vor der Tür!
Für viele von uns ist dieser Tag der Höhepunkt des Vereinsjahres. Doch wer denkt, es ginge hier nur um den größten Fang, der irrt. Es geht um so vieles mehr. Um das gemeinsame Fachsimpeln am Ufer, das Lachen im Zelt und natürlich um die besondere Ehre, die schwere Königskette für ein Jahr voller Stolz tragen zu dürfen.
Tradition trifft Idylle Bereits zum 55. Mal in unserer Vereinsgeschichte kommen wir in der wunderschönen Stadt Ornbau, dem Tor zum Fränkischen Seenland, vom 10.- 12. Juli zusammen. Wie schon im letzten Jahr schlagen wir unser Festzelt direkt am Eckturm der Stadtmauer, in der Rupertsweiler Straße auf. Ein Ort, der Tradition und Gemütlichkeit perfekt verbindet.
Ein Highlight kehrt zurück Besonders freut es uns, dass das beliebte Wallerhegefischen in diesem Jahr wieder fester Bestandteil unserer Veranstaltung ist. Eine tolle Gelegenheit, gemeinsam einen Beitrag zur Gewässerpflege zu leisten und gleichzeitig die Spannung am Wasser zu erhöhen.
Leidenschaft mit Respekt Bei allem sportlichen Ehrgeiz sollten wir nie den Kern unserer Leidenschaft vergessen – den Respekt vor der Natur. Angeln bedeutet, eins mit den Elementen zu werden. Unser Königsfischen ist gelebte Traditionspflege. Ein guter Angler zeichnet sich nicht nur durch seinen Fang aus, sondern dadurch, dass er die Natur achtet, jeden Fisch sinnvoll verwertet und sein Wissen gerne an die nächste Generation weitergibt.
Arbeitsdienst! Aktuell haben wir noch 2 offen Plätze für den Festzeltaufbau am 10. Juli 26, Beginn 08.30h. Anmeldungen unter: https://xoyondo.com/su/kr5zat3cxtha9a8 Mit einer Anmeldung könnt ihr euren Arbeitsdienst für 2026 alternative ableisten.
Wir freuen uns riesig auf eure Teilnahme, auf tolle Gespräche und ein unvergessliches Wochenende!
Der Verlag Nürnberger Nachrichten hat bei uns zum Bau der Fischtreppe am Wöhrder See angefragt. Nachfolgend unsere Rückmeldung zu den Fragen:
Die Rolle des großen Sandfangs (Oberer Wöhrder See)
Der Obere Wöhrder See dient als großer Sandfang. Er fängt den von der Pegnitz mitgeführten Sedimente (Sand und Schlamm) auf, damit der restliche See nicht verlandet. Beim Bau des Fischwegs wird das Wehr teilweise zurückgebaut. Die wichtige Schutz- und Reinigungsfunktion des Sandfangs bleibt dabei vollständig erhalten.
Um effizient zu arbeiten, nutzt das Wasserwirtschaftsamt Nürnberg die Bauphase der Fischtreppe gleichzeitig für die regelmäßige, notwendige Räumung (Ausbaggern) des Sandfangs.
Das vom Freistaat Bayern finanzierte Großprojekt soll die Wasserqualität und Biologie im gesamten Flussabschnitt nachhaltig verbessern.
Zwei Welten werden verbunden
Die neue Aufstiegshilfe verbindet zwei völlig unterschiedliche Lebensräume unserer heimischen Fischfauna.
Die von Ihnen angesprochenen Gewässer teilen sich insoweit auf, dass der Fischereiverband Mittelfranken e.V. als Bewirtschafter des Wöhrder Sees und wir als ältester Fischereiverein in Mittelfranken die Gewässerbewirtschaftung des Oberen Pegnitzflusslauf inkl. großer Sandfang, die ökologische Verpflichtung vertreten.
Die Obere Pegnitz ist offiziell als Forellenregion ausgewiesen. Hier dominieren die strömungsliebende Bachforelle (Leitfisch) sowie Begleitfische wie Groppe, Bachschmerle und Elritze.
Der Wöhrder See hingegen stellt ein von der Pegnitz gespeistes Mischgewässer dar, das fischereilich der Brachsenregion zugeordnet wird. Hier sind vor allem wärmeliebende Arten wie Karpfen, Brachsen, Schleien, Hechte, Zander, Welse und Aale zu Hause.
Der Bau der Fischtreppe am großen Sandfang des Wöhrder Sees erfolgt, um die ökologische Durchgängigkeit der Pegnitz wiederherzustellen und den Erhalt der Artenvielfalt zu sichern.
Das bestehende Wehr an der Flussstraße versperrte Fischen und anderen Wasserlebewesen den Weg in den Oberlauf der Pegnitz. Durch die neue Treppe wird der Wöhrder See direkt mit der Pegnitz im Naturschutzgebiet „Pegnitztal Ost“ verbunden.
Fokus auf den Artenschutz für das Bachneunauge
Ein besonderes Augenmerk liegt während der Bau- und Baggerarbeiten auf dem streng geschützten und vom Aussterben bedrohten Bachneunauge. Dessen Larven (sogenannte Querder) leben über mehrere Jahre vergraben im Sediment der dortigen Sandbänke. Die wichtige Funktion des Oberen Wöhrder Sees als großer Sandfang – der Schlamm auffängt, damit der restliche See nicht verlandet – bleibt auch nach dem Teilrückbau des Wehrs voll erhalten. Beim gesamten Bau wird streng darauf geachtet, diese sensiblen Zonen und ihre Bewohner nicht zu gefährden.
Welche Fischarten sind in diesem Bereich der Pegnitz am häufigsten?
Die von Ihnen angesprochene Fischtreppe, die die beiden Gewässerabschnitte künftig miteinander verbinden wird, stellen in ihrer Beschaffenheit und Art unterschiedliche Lebensräume unserer heimischen Fischarten dar.
Obere Pegnitz gilt gemäß der Ausweisung des Regierungsbezirk Mittelfranken als Forellenregion. Beginnend ab dem großen Sandfang bis Ende Regierungsbezirksgrenze Mittelfranken.
Der Leitfisch ist hier die Bachforelle. Begleitfische: Groppe (Mühlkoppe), Bachschmerle und Elritze.
Hingegen gilt der Wöhrder See, da er direkt von der Pegnitz gespeist wird, spiegelt sein Fischbestand den Übergang der Fischregionen wider. Er wird fischereilich primär als Brachsenregion beziehungsweise als Mischgewässer eingestuft.
Fischbestand: wie Karpfen, Brachsen, Schleien, Hechte, Zander, Welse und Aale dominieren hier.
Warum ist die Fischtreppe an dieser Stelle eine wesentliche Erleichterung für die Fische? Wie sah es dort in der Vergangenheit aus?
In der Vergangenheit stellte das bestehende Wehr an der Flussstraße für die Tierwelt ein jähes Ende ihrer Reise dar. Die künstliche Stufe im Flussbett war für fast alle Fischarten unüberwindbar. Das blockierte nicht nur die natürlichen Wanderungen, sondern schnitt die Fische auch von ihren überlebenswichtigen Laichplätzen im Oberlauf und geschützten Wintereinständen in den tieferen Gewässerzonen ab. Die Folge war eine biologische Verarmung des betroffenen Flussabschnitts.
Mit dem Neubau der Fischtreppe wird sich diese Situation grundlegend verändern. Die Anlage wird als sogenannter naturnaher Beckenpass realisiert. Statt einer unüberwindbaren Wand wird der Höhenunterschied nun in viele kleine, treppenartig angeordnete Becken unterteilt.
Das Entscheidende dabei ist die präzise Steuerung der Hydraulik. Die Fließgeschwindigkeit innerhalb dieser Becken ist bewusst gering gehalten. Dadurch entsteht ein Wanderkorridor, der nicht nur ausdauernden Dauerschwimmern wie der Bachforelle offensteht. Auch kleine, schwimmschwache Arten – wie die am Gewässerboden lebende Groppe oder die empfindlichen Larven des Bachneunauges – können den Höhenunterschied flussaufwärts nun mühelos und ohne Erschöpfung bewältigen.
Setzt der Fischereiverein nach Fertigstellung der Fischtreppe dort Fische ins Gewässer ein? Falls ja, welche Arten?
Wir als Angelverein und Gewässerbewirtschafter setzt Fische im Rahmen unseres Fischbesatzes nach, um die Fischbestände zu stützen, entnahmen auszugleichen und die biologische Vielfalt zu sichern. Entgegen dem Klischee geht es dabei heute nicht mehr nur darum, fangfähige Fische für die Angler in die Gewässer zu setzen. Der Besatz ist streng gesetzlich geregelt und verfolgt klare ökologische Ziele.
Viele Gewässer sind durch den Menschen verändert. Wasserkraftwerke, Wehre oder fehlende Fischtreppen verhindern, dass Fische zu ihren natürlichen Laichplätzen wandern können. Wenn sich Fische dadurch nicht mehr selbst vermehren können, gleicht der Fischereiverein diesen Ausfall durch künstlichen Besatz aus.
Im Rahmen des Artenhilfsprogramm (AHP) werden von uns gezielt vom Aussterben bedrohte Fischarten in ihre beheimateten Gewässerregionen eingesetzt. Damit leisten wir und andere Fischereivereine einen elementaren Beitrag, hochgradig gefährdete Arten vor dem endgültigen Verschwinden zu retten.
Während normaler Besatz den Alltag an einem Gewässer stabilisiert, ist ein Artenhilfsprogramm eine staatlich koordinierte Rettungsaktion mit wissenschaftlicher Begleitung.
Beobachtet der Fischereiverein nach Fertigstellung der Treppe, wie diese von den Fischen angenommen wird?
Ob das neue Bauwerk von den Fischen angenommen wird, überlassen die Verantwortlichen nicht dem Zufall. Nach der Fertigstellung startet eine systematische Funktionskontrolle (Monitoring). Diese biologische und technische Überwachung ist gesetzlich vorgeschrieben. Mithilfe standardisierter Methoden wird genau überprüft, ob die Fische die Aufstiegshilfe wie gewünscht annehmen und ob die Strömungsverhältnisse in den Becken optimal eingestellt sind. Das Projekt leistet somit einen messbaren und dauerhaften Beitrag zur Verbesserung der Wasserqualität und Biologie im gesamten Flussabschnitt.