Wenn die Hitze drückt

Liebe Freunde,

bei hohen Temperaturen im Sommer (über 30 °C) verändern Fische ihr Verhalten drastisch, da warmes Wasser weniger Sauerstoff speichern kann. Achtet bitte beim Angeln an heißen Tagen auf folgende Kernpunkte:

Fischverhalten & Sauerstoffmangel
Fische stehen bei hohen Temperaturen bevorzugt in den tiefen, kühlen Wasserschichten (Sprungschicht). Unterstände wie Seerosen, überhängende Bäume oder Brücken bieten den Fischen Schutz vor der Sonne. In die kühlen Morgenstunden (4–8 Uhr) oder Abendstunden (18–22 Uhr) sind sie am aktivsten.

    Richtige Angeltechnik & Köder
    Im warmen Wasser sind kleinere, agilere Köder am fängigsten. Aber auch fruchtige, süße oder stark duftende Lockstoffe haben sich bewährt.
    Bitte die Fische bei der Landung extrem schonend behandeln. Der Drill muss kurz sein, da der Fisch durch den Sauerstoffmangel im Wasser sonst im Nachhinein an Erschöpfung stirbt.
    Das Hältern von Fischen im Setzkescher bei warmem Oberflächenwasser ist oft tödlich und tierschutzwidrig. Gefangene Fische sofort waidgerecht töten und unbedingt kühlen.

      Kühlung des Fangs & Köder
      Nehmt bei den Temperaturen unbedingt eine Kühlbox mit ausreichend Gefrierakkus oder Crushed Ice mit, da Fischfleisch bei Hitze extrem schnell verdirbt oder sogar Gar wird (Gräten und Haut löst sich vom Fleisch).
      Maden, Würmer und Köderfische unbedingt im Schatten oder ebenfalls in einer kleinen Kühltasche lagern, da sie sonst sterben oder unbrauchbar werden.

        Eigener Schutz & Gesundheit
        Denkt unbedingt daran viel zu trinken und packt euch lieber zu viel ein. Kopfbedeckung (Kappe), UV-Kleidung, Sonnencreme (LSF 50) und eine polarisierende Sonnenbrille (schützt die Augen vor der Wasserreflexion).
        Vermeidet lange Aufenthalte in der prallen Sonne um euren Kreislauf zu schützen. Sucht euch schattige Angelplätze.

          Kommt gut durch den Sommer, genießt dennoch die Zeit am Wasser und bleibt gesund.
          Petri Heil